11.04.2003
Zerbst - Berlin - Prag - München
(DTPA/MT) LEIPZIG: Manfred Bieler aus Zerbst war in der DDR der sechziger Jahre ein Hörspieltalent ersten Ranges. Mit Dreißig konnte er zehn produzierte Hörspiele vorweisen - die meisten preisgekrönt und gern gehört, weil sie spannend waren und witzig. Seine Stoffe wurden vom Fernsehfunk aufgegriffen, Bielers Bücher erregten Aufsehen. Am meisten sein Romanmanuskript "Das Kaninchen bin ich", das unter gleichem Titel 1965 von der DEFA verfilmt wurde und kurz darauf vom Politbüro verboten.
Bieler übersiedelte - eine neue Ehe schließend - nach Prag, nahm 1967 die Staatsbürgerschaft der CSSR an und musste schließlich im August 1968 nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Bundesrepublik emigrieren.
Er nahm seinen Wohnsitz in der Nähe von München, schrieb mehrere erfolgreiche Romane und Filme, geriet nach 1990 in Vergessenheit und starb vor einem Jahr. Sein farbiges schriftstellerisches Werk ist es wert, in Erinnerung gerufen zu werden.
MDR KULTUR hat seinen Roman "Der Mädchenkrieg" mit Hans Korte für die Lesezeit produziert und dazu zwei Essay in Auftrag gegeben. Die Essay von Lothar Kusche und Konrad Frank sind in der Studiozeit von MDR KULTUR am Samstag, 12. April um 19.05 Uhr zu hören. Die Lesung aus dem Roman "Der Mädchenkrieg" beginnt am Montag, 14. April und umfasst 20 Folgen. Zu hören Montag bis Freitag, immer um 9.05 Uhr und in der Wiederholung um 19.05 Uhr in der Lesezeit auf MDR KULTUR.

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