10.04.2003
Sachsen für Osteuropazentrum in Leipzig
(DTPA/MT) LEIPZIG/ DRESDEN: Die Sächsische Staatsregierung hat offiziell die Bewerbung Sachsens für die Ansiedlung des Osteuropazentrums für Wirtschaft und Kultur in Leipzig beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen eingereicht. Die Staatsregierung befürwortet in ihrer Bewerbung ein von der Universität Leipzig erarbeitetes Konzept, das eine Vernetzung der in der Region vorhandenen, auf Mittel- und Osteuropa (MOE) bezogenen Institutionen vorsieht. Das Zentrum selbst ist als Kopfstelle dieses Netzwerks geplant. Dieser Vorschlag wird auch von der Stadt Leipzig, den dort ansässigen Einrichtungen der MOE- Länder und von verschiedenen Leipziger Wirtschaftsunternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Osteuropa nachdrücklich unterstützt.
Bislang ist noch offen, wie und in welchem Zeitraum die Bundesregierung über die Ansiedlung des Osteuropazentrums entscheiden wird. Ebenfalls offen sind die Details der geplanten Förderung durch den Bund. Daher fordert Sachsens Staatsminister Stanislaw Tillich die Bundesregierung auf, diese Fragen so schnell wie möglich zu klären. "Es muss größtmögliche Transparenz im Hinblick auf das Verfahren und die Kriterien für die Auswahl des Standortes herrschen, damit alle Bewerber eine faire Chance haben.", so Tillich. Neben Sachsen bewirbt sich Brandenburg mit dem Standort Frankfurt/Oder. Auch Mecklenburg-Vorpommern ist mit einem Standort im Gespräch.
Die Bundesregierung hatte in ihrer Koalitionsvereinbarung vom Oktober letzten Jahres den Aufbau eines Osteuropazentrums für Wirtschaft und Kultur in Ostdeutschland festgelegt. Hierdurch sollen die Chancen der ostdeutschen Länder unterstützt werden, sich zu einer europäischen Verbindungsregion fortzuentwickeln. Sachsen hatte als eines der ersten Bundesländer bereits im November Interesse an der Ansiedlung eines solchen Zentrums bekundet.

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