26.03.2003
Startschuss für deutsch-tschechische Grenzstreife
(DTPA/RD) HOHENBERG AN DER EGER: Am Montag (24.03.) vollzogen die Grenzorgane Deutschlands und Tschechiens den offizielle Startschuss am grenzüberschreitenden Wanderweg Hammermühle zur gemeinsamen ersten deutsch-tschechischen Grenzstreife.
Karlheinz Horndasch, der Präsident des Grenzschutzpräsidiums Süd und Regionalpräsident des Kreises Karlsbad, Josef Pavel, überreichten den ersten sechs deutschen Grenzschutzbeamten und tschechischen Beamten der Ausländer- und Grenzpolizei den Auftrag. "Die gemeinsame Streife soll ein Zeichen für die noch effektiverer Zusammenarbeit zwischen deutscher und tschechischer Seite sein", betonte Karlheinz Horndasch. Damit soll die grenzüberschreitende Kriminalität wirksam bekämpft, Straftäter ergriffen und Gefahren für die gemeinsame Staatsgrenze abgewehrt werden. Außerdem hätten die gemeinsamen Streifen Öffentlichkeitswirkung. "Der Bürger erwartet, dass die Sicherheit auch optisch zu erkennen ist." Der Präsident des Grenzschutzpräsidiums betonte, dass der bevorstehende EU-Beitritt Tschechiens im nächsten Jahr nicht das sofortige Wegfallen der Grenzkontrollen bedeutet. "Wir setzen nichts in Betrieb, was nur wenig später überflüssig sein wird."
Der Karlsbader Regionalpräsident Josef Pavel sprach von sehr intensiven Kontakten zur Bundesrepublik, die es auf dem Gebiet der Verwaltung seit 13 Jahren gibt und mit den gemeinsamen Grenzstreifen eine Fortsetzung finden. "Die Zusammenarbeit hat bisher sehr gut funktioniert." Ihn freute es, dass mit dem Vertrag nun auch eine Polizeizusammenarbeit in Krisenzeiten möglich ist.

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