13.11.2000
Arbeitsangebote für behinderte Menschen
(DTPA/MT) PRAG/DRESDEN: Bei Arbeitsangeboten für Menschen mit Behinderungen soll die Zusammenarbeit des Freistaates Sachsen und der Tschechischen Republik noch vor Erweiterung der Europäischen Union intensiviert werden. Diesen Vorschlag unterbreitete am Samstag der Sächsische Staatsminister für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie, Dr. Hans Geisler, auf der PROINVA-Tagung zur Behindertenintegration in der tschechischen Hauptstadt Prag. Mit Blick auf die Entwicklung in Sachsen sagte Dr. Hans Geisler, die Schaffung von Arbeitsplätzen in so genannten Integrationsbetrieben oder sozialen Betrieben im Freistaat müsse weiter ausgebaut werden. Erfahrungen der tschechischen Nachbarn in diesem Bereich interessierten ihn daher besonders. Nach Ansicht des sächsischen Sozialministers sei gerade auf der Ebene der Träger, die Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderungen bereithalten, eine stärkere Kooperation denkbar. Hier solle nach Möglichkeiten von Joint-Venture-Projekten beispielsweise im "kleinen Grenzverkehr" gesucht werden. Ebenso könne sich Geisler die Schaffung einer zentralen Stelle vorstellen, die bei der Vernetzung gemeinsamer Aktivitäten oder der Veranstaltung von Exkursionen, Fortbildungen und Tagungen wie in der Elbe-Laabe-Region helfe.

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