22.01.2003
Facharbeitermangel in Nejdeker Unternehmen
(DTPA/SvS) JOHANNGEORGENSTADT / NEJDEK: Dem Metallbetrieb Metalis in Nejdek (Tschechien) mangelt es an Fachkräften. Zur Zeit werden dort rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Zu wenig, stellte Miteigentümer Stanislav Gregor während einer Besichtigung, der unter anderem die Projektmanagerin der Region Johanngeorgenstadt Dr. Christiane Köhler und Mitarbeiter von IHK und TÜV beiwohnten, fest. Metalis befinde sich derzeit in steilem Aufwind. Bei Gesprächen wurden die Ursachen des Mangels erörtert. Weiterhin wurde über einen möglichen Personaltransfer gesprochen. Die Diskussionspartner erörterten dabei auch die Schwierigkeiten, die ein solcher Transfer mit sich bringt. Es werde abzuwarten sein, ob junge Deutsche aus der Grenzregion breit sind, in Tschechien zu arbeiten. An den Grenzen zu Frankreich oder den Niederlanden sei dies bereits Gang und Gebe. Dr. Christiane Köhler verwies dabei auf einen Konflikt: 27 Prozent Arbeitslosigkeit unter jungen, qualifizierten Menschen im Erzgebirge, die zum Großteil zur Abwanderung in die alten Bundesländer gezwungen seien auf der einen Seite, aber Möglichkeiten zur Steigerung der Produktion, wenn Fachleute nachzögen, auf der anderen. "Nur, wenn insgesamt die Bereitschaft zu neuen Lösungswegen gegeben ist, werden wir die Gesamtsituation unserer Grenzlage positiv gestalten können", so die Projektmanagerin. Erste Ergebnisse werden in etwa drei Wochen erwartet.

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