24.12.2002
MDR: "Eine Reise durchs Erzgebirge"
(DTPA/MT) LEIPZIG: In der Weihnachtszeit zeigt das MDR- Fernsehen eine dreiteilige Reportage aus dem Erzgebirge, die Geschichten entlang der sächsisch-böhmischen Grenze zum Inhalt hat. Axel Kaspar trifft Menschen diesseits und jenseits der Grenze. Zum Beispiel eine ältere Dame, deren Elternhaus seinerzeit dem Uranbergbau geopfert wurde und an das heute nur noch ein einsames Schild "Am Markt" mitten im Wald erinnert. Oder einen KFZ- Meister, dessen Vorfahren einst den ersten Johannstädter Schwippbogen schmiedeten und der vor fünfzig Jahren, als es hieß, dass auch die Kirche wegen der Wismut abgerissen werden soll, das Geläut der Kirchenglocken heimlich aufnahm. Oder Tschechinnen, die als Babysitter für die reichen Vietnamesen vom Grenzmarkt arbeiten, und einen Bürgermeister, der bis heute fest davon überzeugt ist, dass sich in seinem Bergwerk das Bernsteinzimmer befindet.
Viele Geschichten machen Hoffnung, wie etwa die eines gemeinsamen Kindergartens für Tschechen und Deutsche in Oberwiesenthal, oder die einer wundervollen Freundschaft zwischen einem Rentner aus Bärenstein und einer vierköpfigen Roma- Familie. Aber viele Begegnungen erzählen auch von Hoffnungslosigkeit und Vertreibung - nicht nur durch den Zweiten Weltkrieg und den Bergbau, sondern auch heute durch die immense Arbeitslosigkeit.
"Eine Reise durchs Erzgebirge", MDR- Fernsehen: 25.12./ 26.12./ 27.12.02 - 18.15 Uhr

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