10.12.2002
Städtepartnerschaft - Bürgerpartnerschaft
(DTPA/MT) STUTTGART: In den Beziehungen Deutschlands zu seinen Nachbarländern spielen die Städte- und Gemeindepartnerschaften eine wichtige Rolle. Dies gilt zunehmend auch in Richtung Osten. Derzeit gibt es rund 400 deutsch- polnische und etwa 200 deutsch- tschechische Kommunalverbindungen. Häufig beschränkt sich die Zusammenarbeit jedoch auf Kontakte der Verwaltungen. Dabei könnten grenzüberschreitende, von Bürgern getragene Projekte den Partnerschaften neue Impulse geben.
Deshalb schreibt die Robert Bosch Stiftung zum zweiten Mal gemeinsam mit der polnischen Stefan Batory Stiftung und dem tschechischen Informationszentrum für gemeinnützige Organisationen (ICN) einen Förderwettbewerb aus.
Bewerben können sich Bürgerinitiativen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in deutsch- polnischen und deutsch- tschechischen Kommunalpartnerschaften. Im ersten Durchgang waren über 90 Bewerbungen eingegangen, wovon 24 für eine Förderung ausgewählt wurden.
Die Ziele des Förderwettbewerbs Städtepartnerschaft - Bürgerpartnerschaft sind, zum gemeinsamen Handeln der Menschen in benachbarten Ländern beizutragen, das Engagement lokal tätiger Initiativen zu unterstützen und sie in der Zusammenarbeit mit den Kommunalbehörden zu stärken.
Die Vorhaben können sich auf verschiedene Felder beziehen, zum Beispiel Jugendarbeit, Bildung, Soziales, Gemeinwesenarbeit oder Umwelt. Wichtig ist, dass sie auf bürgerschaftlichem Engagement beruhen und sich lösungsorientiert mit einer gemeinsamen Aufgabe befassen. So wurden im vergangenen Jahr beispielsweise folgende Projekte gefördert: internationale Kinderfreizeiten, Beratungsbüro für arbeitslose Jugendliche, Aktionstage zur Situation von Behinderten oder gemeinsame Veranstaltungen zur Regionalgeschichte.
Die Vorhaben können und sollen in grenzüberschreitender Partnerschaft entwickelt werden. Trilaterale Projekte - auch mit weiteren Ländern Mittel- und Osteuropas - sind möglich. Besonders willkommen sind Vorhaben aus kleineren Städten und Gemeinden.
Nicht gefördert werden der Jugend- und Schüleraustausch, reine Besuchsreisen, künstlerische Auftritte sowie die Erstellung von Publikationen.
Als gemeinsame deutsch- polnisch- tschechische Stiftungsinitiative beschreitet das Programm neue Wege: Antragstellung und Förderung erfolgen jeweils über den polnischen und tschechischen Projektpartner. Bereits der erste Durchgang zeigte, dass dieses Verfahren die Position der polnischen und tschechischen Partner stärkt.
Das von der Robert Bosch Stiftung initiierte und finanzierte Programm wird in Polen von der Stefan Batory Stiftung und in Tschechien vom Informationszentrum für gemeinnützige Organisationen (ICN) ausgeschrieben und durchgeführt. Polnische und tschechische Initiativen und Gruppen wenden sich bis zum 14. März 2003 mit einer Projektskizze nach Warschau bzw. Prag. Die interessantesten Projekte werden dann zur Antragsstellung aufgefordert. Eine deutsch- polnisch- tschechische Jury unter Vorsitz der Robert Bosch Stiftung berät über die Projektideen und entscheidet über die Förderung.
Termine
bis 14.03.2003: Einsendung der Projektskizzen
bis 11.04.2003: Aufforderung zur Antragstellung
bis 16.05.2003: Einsendung der Anträge
bis 23.06.2003: Zusage oder Ablehnung einer Förderung
01.07.2003 - 30.06.2004: Laufzeit der Projekte
Ansprechpartner
Ottilie Bälz: ottilie.baelz@bosch-stiftung.de, 0711-46084-79
Justyna Blinowska: jblinowska@batory.org.pl, 0048-22-53602-43
Dagmar Ševèíková: sevcikova@icn.cz, 00420-2-24239876

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