06.12.2002
Weitere grenzüberschreitende Projekte gesichert
(DTPA/MT) DRESDEN: Die beiden Regionalen Lenkungsausschüsse für die EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg III A Freistaat Sachsen - Tschechische Republik und Freistaat Sachsen - Woiwodschaft Niederschlesien haben in ihren Sitzungen am 5. Dezember 2002 erneut eine Reihe von grenzüberschreitenden Großprojekten im gemeinsamen Grenzraum zu Niederschlesien und Tschechien bestätigt. Seit der Genehmigung der Interreg III A - Programme erhielten damit insgesamt bereits 167 Projekte von den beiden Entscheidungsgremien eine finanzielle Absicherung.
Die Mitglieder des Regionalen Lenkungsausschusses Freistaat Sachsen - Tschechische Republik bestätigten folgende Projekte:
· Ein altes Handwerkerhaus in Bockau kann künftig als Magister- George- Körner- Haus besichtigt werden.
· Waldschäden im Privat- und Körperschaftswald in den Landkreisen Löbau- Zittau und Weißeritzkreis werden durch Bodenschutzkalkung saniert.
· Das Gemeindezentrum Eichgraben bei Zittau kann saniert werden.
· Im Rahmen einer berufliche Qualifizierung zur Netzwerk-Fachkraft in der Euregio Egrensis können sich künftig deutsche und tschechische Jugendliche im IT- Bereich weiterbilden.
· Berufsbegleitende Fachqualifizierungen in der Holzgestaltung im sächsisch- tschechischen Grenzraum/ Euroregion Erzgebirge werden unterstützt.
· Bestätigt sind die Tschechischen Kulturtage in Dresden und der Euroregion Elbe/Labe im nächsten Jahr sowie das Blasmusik-Highlight GRENZENLOS in Thum und Schlema.
An der Grenze zu Polen erhielten die Sanierung der Altstadtbrücke Görlitz und die Deutsch-Polnische Kindertagesstätte "Zwergenhaus" in Görlitz die Zustimmung des Regionalen Lenkungsausschusses Freistaat Sachsen - Woiwodschaft Niederschlesien. Über den Beschluss, die Altstadtbrücke in Görlitz zu sanieren, zeigte sich Ministerpräsident Milbradt besonders erfreut, da er sich für dieses Projekt seit Jahren persönlich eingesetzt hatte.
Die EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg III A läuft bis zum Jahr 2006. Für den Förderzeitraum 2000 bis 2006 stehen dem sächsisch-niederschlesischen Programm 44 Millionen Euro und dem sächsisch- tschechischen Programm etwa 176 Millionen Euro zur Verfügung, um grenzüberschreitende Projekten im gemeinsamen Grenzraum zu unterstützen.
Die Regionalen Lenkungsausschüsse Interreg III A werden von der Sächsischen Staatskanzlei geleitet. Die sächsische Delegation setzt sich aus Vertretern aller sächsischen Ministerien sowie den sächsischen Euroregionen zusammen. Die tschechische Delegation steht unter der Leitung des tschechischen Ministeriums für Regionalentwicklung, dem niederschlesischen Marschallamt obliegt die Leitung der niederschlesischen Delegation.

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