18.02.2000
Gemeinsames Nachdenken über europäische Geschichte
(DTPA) OLDENBURG/BERLIN: Das Bundesinstitut für ostdeutsche Kultur und Geschichte hat gestern mit der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Damit erhält eine zehnjährige intensive Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen eine institutionelle Basis für gemeinsame Projekte, die wechselseitige Nutzung von Einrichtungen und die Übernahme von Lehraufträgen.
Das Bundesinstitut für ostdeutsche Geschichte widmet sich in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa den alten Kulturlandschaften in Osteuropa. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen vor allem der wissenschaftliche Diskurs sowie die internationale Zusammenarbeit. Die Erforschung der deutschen Kultur und Geschichte im Kontext der historischen Ostmitteleuropaforschung und der Dialog mit den östlichen Nachbarn bilden die Grundlage der wissenschaftlichen Arbeit des Instituts, das auch die Bundesregierung berät.
Für die Bundesregierung nahm Ministerialdirektor Dr. Knut Nevermann in Vertretung von Kulturstaatsminister Dr. Michael Naumann an der Vertragsunterzeichnung teil. "Die Bundesregierung macht mit der Finanzierung des Bundesinstituts deutlich, dass aus 900 Jahren Kulturgeschichte der Deutschen im östlichen Europa Verpflichtungen an das historische Gedächtnis der Bundesrepublik erwachsen, die sich aus dem Kulturstaatsprinzip ergeben", sagte Knut Nevermann vor der Oldenburger Veranstaltung. Der internationale wissenschaftliche Diskurs, das gemeinsame Nachdenken über europäische Geschichte, die fortwirke, stehe für die Bundesförderung im Vordergrund. Es gehe dabei um ein ganzheitliches Verständnis von Geschichte im östlichen Europa, das mehrere nationale und regionale Traditionen einschließt und sich oft nicht über einen nationalen Nenner bringen lasse.

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