27.11.2002
IDOR jetzt online
(DTPA/IDOR) BERLIN/ MARKTREDWITZ: Das Deutsch- tschechisches Informationszentrum IDOR aus Marktredwitz ist online. Per Mausklick und mit dem Passwort "Havel" hat der tschechische Botschafter in Deutschland, Boris Lazar, am 21.11.2002 in Berlin im Beisein der Tschechienreferentin des Auswärtigen Amtes, Barbara Quick, die zweisprachigen Internetseiten mit den Adressen www.idor.org und www.idor.cz freigeschaltet. Bislang ist Idor in der Grenzregion vor allem durch die Betreuung der Deutsch-Tschechischen Fußballschule Hof/Františkovy Lázne und die Unterstützung des Internetwirtschaftsportals Regioport bekannt geworden. Der Internetauftritt, der von der deutsch-tschechischen Agentur Medialink in Prag erstellt wurde, ist ein weiterer Höhepunkt der Arbeit von IDOR.
Die Homepage entstand in Absprache mit anderen deutsch-tschechischen Institutionen wie der Brücke-Most-Stiftung und der Deutsch-Tschechischen Presseagentur. So stellen die Seiten auch keine Konkurrenz zu bereits bestehenden dar.
Der tschechische Botschafter, Boris Lazar, betonte, dass durch die Freischaltung des IDOR- Internetportals eine weitere nützliche, aktuelle und zweisprachige Informationsquelle über die Erweiterung und die deutsch-tschechische Nachbarschaft zugänglich ist. "Es ist wichtig, dass die Menschen Informationen bekommen, die ihnen leicht zugänglich sind. Sie ihnen aufzudrängen hat wenig Sinn", so seine Überzeugung.
Ein Schwerpunkt des neuen Portals ist die tägliche Presseschau: Zwei Mitarbeiterinnen von IDOR suchen in zahlreichen deutschen und tschechischen regionalen und überregionalen Zeitungen nach interessanten Berichten über die Beziehungen entlang der Grenze von Zittau bis Passau, fassen sie kurz zusammen und verlinken sie. Ob es neue Abenteuer mit der beliebten Trickfilmfigur "Der kleine Maulwurf" gibt oder ein Prager Student erzählt, wie er täglich mit dem Rad über die Grenze zur Uni nach Deutschland fährt - dank der Presseschau erfahren auch diejenigen, die der Nachbarsprache nicht mächtig sind, was die Menschen jenseits der Grenze bewegt. Eine umfangreiche Linkdatenbank weist den Weg durch das Nachbarland, durch verschiedene deutsch-tschechische Initiativen und die Thematik der EU-Erweiterung.
Bislang in der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit wenig Erfahrene finden unter www.idor.org bzw. www.idor.cz Anregungen und Tipps für die Förderung von Projekten. Ein Förderwegweiser, der in den nächsten Tagen freigegeben wird, führt Schritt für Schritt zu den "Geldquellen". Außerdem erleichtert eine Datenbank mit Stiftungen, die im deutsch-tschechischen Bereich tätig sind, die Suche nach finanzieller Unterstützung. Die umfangreiche Mediendatenbank mit Lokalzeitungen, Fernseh- und Hörfunksendern aus dem deutsch-tschechischen Grenzgebiet ist eine Fundgrube für Journalisten, die gerne mit Kollegen jenseits der Grenze zusammenarbeiten möchten oder einfach Informationen von Fachleuten brauchen. Auch eine Kontaktbörse fehlt nicht auf den Seiten von IDOR, schließlich setzt sich die Initiative, die vom Auswärtigen Amt und der Robert Bosch Stiftung unterstützt wird, für die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch zwischen Deutschen und Tschechen ein. Ein erster Eintrag ist unter der Rubrik bereits zu finden: Die Stadt Gefrees in Oberfranken sucht eine Partnerstadt in Mähren. Auch die Referentin des Auswärtigen Amtes hob hervor, dass das Angebot von IDOR ihre tägliche Arbeit erleichtern wird. "Als Tschechienreferentin finde ich bei IDOR viele gute Informationsquellen", so ihre Meinung zum Internetportal, das jetzt allen Interessierten offen steht.

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