03.11.2000
Fotoworkshop in der EUREGIO EGRENSIS
(DTPA/MT) SELB/CHEB (EGER): Vierzehn jungen Leuten - sieben kommen aus Weiden (Bayern), sieben aus Cheb (Böhmen) - sind eine Woche lang (29. 10 - 4. 11.) mit der Kamera unterwegs, um die andere Stadt aus dem Doppel Weiden-Cheb zu entdecken. Ihnen werden der international angesehene Fotograf Jindrich Streit und die Regensburger Fotografin Rose Heuberger als künstlerische Berater zur Seite stehen.
Nach dem für die meisten Beteiligten erstaunlichen medialen Erfolg des Fotoworkshops in Weiden ("interface.WEN", 28. 7. - 4. 8.) sind nun alle gespannt auf die Ergebnisse des Workshops in Cheb.
Das fotografische Ergebnis des Workshop-Doppels wird der Öffentlichkeit mit einer Vernissage in der Galerie 4 zugänglich gemacht. Die Eröffnung findet am 4. November um 18:00 Uhr statt.
Das Workshop-Doppel zeichnet gegenüber anderen deutsch-tschechischen Projekten aus, dass es von beiden Seiten gemeinsam entwickelt wurde, gemeinsam durchgeführt und gemeinsam ausgewertet wird.
Was steckt hinter dem Workshop-Doppel? Zbynek Illek, von der Cheber Galerie 4, und Georg Schatz als Vertreter des Selber Vereins Blue Bike hatten vor vier Jahren eine Idee: "Wir wollen die Bilderwelten der Euregio Egrensis in den kommenden fünf Jahren unter dem Projekttitel "Jetzt und hier!" fotografisch aufnehmen und ihr menschliches Gesicht finden. Wie wichtig das ist, versteht sich von selbst, wenn man sich die fremdenfeindlichen Aktivitäten in Deutschland vergegenwärtigt und an den absehbaren Eintritt Tschechiens in die EU denkt."
Das Workshop-Doppel Weiden-Cheb soll nicht das einzige bleiben. Das Doppel 2001 könnte, eine Finanzierung vorausgesetzt, Plauen-Karlovy Vary heißen. Die Partner vor Ort und die Termine sind schon gefunden!
Georg Schatz weiß, für was die Workshops gut sind: "Natürlich vor allem dazu, die Trägheitskraft zu überwinden. Wenn von mir als Selber verlangt wird, zu einer Veranstaltung nach Plauen oder Karlovy Vary auch nur eine Stunde zu fahren, winke ich schon ab und bleibe lieber in meinem Nest hocken. Wenn ich dagegen in Berlin ein Theater besuchen will, kommt mir eine Stunde Anfahrtszeit wie ein Katzensprung vor."

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