20.10.2016
Deutsch-Tschechische Polizeiübung
(DTPA/MT) DEUTSCHEINSIEDEL: Am Mittwoch (19.10.) hat am Grenzübergang Deutscheinsiedel - Mníšek eine zweitägige Deutsch-Tschechische Polizeiübung begonnen. Über 600 Beamte der Sächsischen, Tschechischen, und Bayerischen Polizei, der Bundespolizei sowie des Deutschen und Tschechischen Zolls proben unterschiedliche Einsatzszenarien zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität und Gefahrenabwehr.
Am ersten Übungstag stand die gemeinsame Bewältigung einer grenzüberschreitenden Lage im Zusammenhang mit einer Versammlung im Mittelpunkt. Beginnend mit der Begleitung des Aufzuges über die einfache Identitätsfeststellung, die Räumung von Sitzblockaden von Gegendemonstranten bis hin zum Schutz der Versammlung.
Sachsens Innenminister Markus Ulbig machte sich dazu heute persönlich ein Bild. "Mit der Übung absolvieren deutsche und tschechische Polizei- und Zollbehörden einen wichtigen Praxistest. Kein Krimineller darf vermeintlich unklare Zuständigkeiten und Kompetenzen für sich ausnutzen, um grenzüberschreitende Straftaten zu begehen. Neben weiteren Übungen ist es für die Zukunft wichtig, Sprachbarrieren zwischen den Beamten beider Länder weiter abzubauen, um die Kommunikation zu verbessern. Es ist wichtig, dass sich die Einsatzkräfte vor Ort gut verständigen können", sagte der Innenminister.
Anlass für die gemeinsame Übung ist der neue Deutsch-Tschechische Polizeivertrag, der am 1.Oktober dieses Jahres in Kraft getreten war.
"Der neue Deutsch-Tschechische Polizeivertrag ist besonders für Sachsen von großer Bedeutung. Immerhin fallen mit 450 Kilometern mehr als die Hälfte der gesamten Länge der deutsch-tschechischen Grenze auf sächsisches Territorium. Der Vertrag schafft deutlich mehr Rechtssicherheit für die polizeiliche Zusammenarbeit bei der grenzüberschreitenden Kriminalitätsbekämpfung sowie bei der Gefahrenabwehr", so Ulbig weiter.
Am zweiten Übungstag wird die grenzüberschreitende Nacheile von Tschechien nach Deutschland und umgekehrt im Zusammenspiel der Sicherheitsbehörden beider Staaten geübt.

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