10.11.2002
Über das Leben von Theodor Veidl
(DTPA/MT) BERLIN: Der Dienstagabend (12.11.) steht im Tschechischen Zentrum Berlin ganz im Zeichen von Theodor Veidl.
Die jungen tschechischen Filmemacher Jan Lengyel und Vojtìch Páv haben in diesem Jahr einen Dokumentarfilm beendet, der dem weitgehend vergessenen sudetendeutschen Komponisten Theodor Veidl gewidmet ist. Dieser wirkte von 1911 bis 1918 in Teplice zunächst als Kapellmeister am Stadttheater, dann als freischaffender Komponist, Musiklehrer und Kritiker. Er trat hier auch bei Orgel- und Klavierkonzerten auf. Großen Anteil hatte Veidl an der Gründung der Deutschen Akademie für Musik und darstellende Kunst im Jahre 1920, er lehrte hier Musiktheorie. 1927 wurde Theodor Veidl zum Universitätsmusikdirektor und Lektor für Musiktheorie an die Prager Deutschen Universität berufen. Auch auf künstlerischem Gebiet stellten sich Erfolge ein. Für sein erstes abendfüllendes Bühnenwerk, die 1929 uraufgeführte Oper Kranwit (Libretto nach einem Märchen von Hans Watzlik) erhielt er im gleichen Jahr den Tschechoslowakischen Staatspreis.
Während des Krieges verlor Veidl seine Professur und seine Mitgliedschaft im Rat der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaften und Künste für die Tschechoslowakische Republik. Er starb 1946 im Internierungslager Terezín.
Nach der Aufführung der deutschen Fassung des Dokumentarfilms wird Widmar Hader, Direktor des Sudetendeutschen Musikinstituts Regensburg, einen Vortrag über das Leben und Wirken von Theodor Veidl halten und einen Überblick über die Tätigkeit seines Instituts geben.
Die Veranstaltung beginnt 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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