08.11.2002
Städtenetz will EU-Festakt 2004 im Dreiländereck
(DTPA/MT) ASCH/ BAYREUTH: Vierzehn Gemeinden aus Oberfranken, Böhmen und Sachsen haben die politischen Spitzen der Europäische Union eingeladen, den historischen Moment der Osterweiterung am 1. Januar 2004 in dem gemeinsamen Dreiländereck direkt auf der Grenze zu begehen. Auf Anregung des oberfränkischen Europaabgeordneten Dr. Joachim Wuermeling (CSU) beschlossen die Gemeinden bei der Gründung ihres Städtenetzes "Freunde im Herzen Europas" im böhmischen Asch eine entsprechende Bewerbung in Brüssel, Prag und Berlin. Spontane Unterstützung erhielten sie von Vertretern der EU- Kommission und der tschechischen Regierung. Für Wuermeling wäre die Wahl dieses Standortes ein "starkes Signal für die Völkerverständigung", weil die Region Kern des früheren Sudentenlandes war. "Wenn Tschechen und Deutsche auf dem Boden des Sudetenlandes gemeinsam ihr neues Dach Europa feiern, ist das ein epochales Symbol", meinte der Abgeordnete, zumal wenn zuvor die historischen Fragen geklärt werden.
Gedacht ist an die Ausrichtung einer Festwoche voller Begegnungen, Diskussionen und Events. Unmittelbar auf der Grenze soll ein symbolisches "Europadorf" aus Nationenhäusern der 25 alten und neuen Mitgliedstaaten errichtet werden, teilte Wuermeling mit. Den Höhepunkt soll eine "Festnacht" auf den 1. Januar 2004 bilden, zu dem die Präsidenten des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission, des Ministerrates sowie der Beitritts- und Mitgliedstaaten geladen werden. Angestrebt wird eine Eurovisionsübertragung in alle EU-Staaten. Als nächsten Schritt wollen sich die Städte an die EU-Institutionen, die tschechische und die deutsche Regierung wenden, um sie für ihre Idee zugewinnen.
Beteiligt an dem Städtenetz "Freund im Herzen Europas" sind die Gemeinden Adorf im Vogtland, Asch, Bad Brambach, Eichig, Hazlov, Hranice, Krasna, Oelsnitz, Podhradi, Regnitzlosau, Schönwald und Selb.

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