07.11.2002
30. deutsch-tschechisches Unternehmertreffen
(DTPA/AG) PLAUEN: Am 29. Oktober 2002 fand im Hause der IHK-Regionalkammer Plauen das 30. deutsch- tschechische Unternehmertreffen seit der Gründung des IHK-Kontaktzentrums Plauen für sächsisch- tschechische Wirtschaftskooperation statt. Der runde Geburtstag der erfolgreichen Veranstaltungsreihe war Anlass, gemeinsam mit dem engsten langjährigen Partner, der Regionalwirtschaftskammer Egerland Sokolov sowie zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft beider Länder ein kurzes Resümee über die Arbeit des Kontaktzentrums in den sechs Jahren seines Bestehens zu ziehen. Als Ehrengäste waren der Generalkonsul des Generalkonsulats der Tschechischen Republik Dresden, JUDr. Milan Dufek, der Leiter der Wirtschaftsabteilung der Tschechischen Botschaft Berlin, Ladislav Saral, der Vertreter des Ministeriums für Industrie und Handel Tschechien, Ing. Jiri Bruza, der Vizepräsident der Region Karlovy Vary, Ing. Jan Zborník sowie der Abteilungsleiter im SMWA, Albrecht Lixfeld anwesend.
Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Südwestsachsen, Hans-Joachim Wunderlich resümierte nach der Begrüßung der Gäste und der teilnehmenden Unternehmen aus der Metall- und Maschinenbaubranche aus Deutschland und Tschechien, dass keine Region in Deutschland eine vergleichbare Beratungsdichte hinsichtlich der Tschechischen Republik nachweisen könne. Die Kontaktzentren in Plauen und Annaberg werden seit 1996 mit Finanzmitteln der EU (Interreg II A und III A) sowie über einen Eigenanteil der IHK Südwestsachsen finanziert. Ziel für die Zukunft ist der Aufbau einer gemeinsamen dreisprachigen Internetplattform sowie eines Netzwerkes mit der IHK Dresden. Das IHK-Kontaktzentrum kann auf einige Erfolge in den Jahren seiner Existenz verweisen, wie z.B. Zusammenarbeit mit fast der Hälfte der tschechischen Wirtschaftskammern, über 40 Zollsprechtage, über 60 Sprechtage beiderseits der Grenze, fast 40 branchenbezogene Unternehmertreffen, davon 30 in Plauen, ca. 30 Teilnahmen an Messen, Konferenzen und Workshops, ca. 50 Vorträge auf Drittveranstaltungen, 10 jährlich aktualisierte Broschüren, die inzwischen über das Internet abrufbar sind, über 1700 Erstberatungen für deutsche Unternehmen, ca. 840 Erstberatungen für tschechische Unternehmen, dazu kommen bis zu 10 Kurzanfragen operativ per Telefon pro Tag.
Die Auswertung der eingehenden Anfragen zeigt ein steigendes Interesse seitens Unternehmen außerhalb des Freistaates Sachsen, was den Standortvorteil Sachsens verdeutlicht. Die Tätigkeit des Kontaktzentrums bezieht sich nicht nur auf IHK- Mitgliedsunternehmen, es wird auch aktive Unterstützung für Unternehmen aus Handwerk, Landwirtschaft, Tourismus und Dienstleistung aller Art geleistet. Herr Wunderlich hob die durch die enge Zusammenarbeit mit tschechischen Partnern außerordentlich guten menschlichen Kontakte hervor, ohne die die erbrachten Leistungen nicht möglich gewesen wären.
Anschließend dankte der Generalkonsul der Tschechischen Republik, Milan Dufek für die langjährige gute Zusammenarbeit. Er betonte die besondere Rolle der Wirtschaft bei der EU-Erweiterung.
Der Direktor der Regionalkammer Egerland, Josef Písecký dankte für die intensive Zusammenarbeit seit 1996 und erklärte, dass im Ergebnis der Unternehmertreffen für jedes teilnehmende Unternehmen zwei Kontakte entstanden sind, so dass seit 1996 ca. 3000 bleibende Geschäftsverbindungen jeglicher Art bestehen.
Der Abteilungsleiter im Sächsischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, Albrecht Lixfeld dankte der IHK Südwestsachsen für die Schaffung tragfähiger Strukturen von höchster Bedeutung. Er hob die Chancen des Prozesses der EU- Erweiterung für die Unternehmerschaft hervor. Er brachte außerdem zum Ausdruck, dass erhebliche Anpassungsprozesse für alle Beteiligten bei der EU-Erweiterung erforderlich seien sowie dass es möglichst keine unnötigen Beschränkungen der Arbeitnehmer- und Dienstleistungs-Freizügigkeit geben sollte.
Jan Zborník, Vizepräsident der Region Karlsbad übermittelte die Grüße des Präsidenten Ing. Jozef Pavel und stellte die problematische Wirtschaftsentwicklung im Raum Karlsbad dar. Laut seinen Ausführungen entspricht das Bruttosozialprodukt dort nur 83 % des Durchschnitts in der Tschechischen Republik.
Ladislav Saral, Leiter der Wirtschaftsabteilung der Tschechischen Botschaft in Berlin dankte für die Initiative des IHK- Kontaktzentrums auch im Namen des Botschafters Boris Lazar und betonte die Priorität der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik. "Ohne Kontakte gibt es keine Kontrakte", fasste er kurz die Bedeutung des IHK- Kontaktzentrums zusammen.
Abschließend überreichte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich der Belegschaft der Regionalwirtschaftskammer Egerland ein Geschenk und brachte den Wunsch zum Ausdruck, die außerordentlich gute und enge Zusammenarbeit auch in der Zukunft fortzuführen.
Das IHK-Kontaktzentrum will auch im neuen Jahr die bewährte Veranstaltungsreihe der branchenspezifischen Unternehmertreffen sowie verschiedene andere Dienstleistungsangebote für KMU auf beiden Seiten der Grenze fortführen.
Kontakt: Elke Magera, Anett Gräf, Tel.: 03741-214 329 sowie
im Internet unter www.tschechien-kontakt.de.

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