17.10.2002
Hochwasser-Spende aus Sachsen
(DTPA/MT) DRESDEN: Der Freistaat Sachsen wird die Tschechische Republik bei der Bewältigung der Folgen der Flutkatastrophe unterstützen. Anlässlich einer Begegnung mit dem tschechischen Premier Špidla am 22. Oktober 2002 in Usti n. L. wird der Ministerpräsident seinem tschechischen Amtskollegen einen Scheck über 5 Millionen Euro überreichen.
"Sachsen und Nordböhmen hat es am härtesten getroffen, deshalb müssen wir auch bei der Bewältigung der Folgen zusammenstehen", erklärt Milbradt. Er bittet den tschechischen Regierungschef zugleich, den Bürgern und Institutionen seines Landes Dank für die gute Zusammenarbeit während der Flutkatastrophe zu sagen. "Die zuverlässige Zusammenarbeit der sächsischen und der tschechischen Umweltbehörden während des Hochwassers hat Sachsen vor noch größeren Schäden bewahrt", unterstrich der Ministerpräsident. Dankbar sei er auch für den selbstlosen Einsatz der Angehörigen der tschechischen Armee, als losgerissene Schubschiffe die sächsischen Elbbrücken bedrohten und gesprengt werden mussten. Milbradt: "Hier haben Sie möglicherweise weitere Katastrophen bei uns verhindert."
Da Sachsen inzwischen eine beispiellose Welle der Solidarität erfahre, sei nun der Brückenschlag beim Wiederaufbau zu den tschechischen Nachbarn ebenso selbstverständlich. "Wir wollen den Wiederaufbau, besonders der zerstörten Infrastruktur, gemeinsam angehen", hob Milbradt hervor. Gerade die sächsisch- böhmische Region sei beispielhaft für das zusammenwachsende Europa. Das grenzüberschreitende Verkehrsnetz als "Lebensader für alle Bürger und Unternehmen der Region" müsse schnellstmöglich wieder in Stand gesetzt werden. Die finanzielle Hilfe Sachsens, die der Ministerpräsident gemeinsam mit Wirtschaftsminister Gillo überbringt, solle dazu einen Beitrag leisten.

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