02.10.2002
Europa- Tagung der Diakonie Sachsen in Meißen
(DTPA/MT) MEISSEN: Unter dem Motto "Diakonie ohne Grenzen - EU- Osterweiterung diakonisch buchstabiert" veranstaltet die Diakonie Sachsen vom 1. bis 3. Oktober 2002 eine Tagung in Meißen. Unter den Teilnehmern befinden sich die Geschäftsführer aller großen Diakonie-Einrichtungen in Tschechien, Polen und Sachsen.
Die sächsische Sozialministerin Christine Weber referierte heute über "Chancen und Möglichkeiten von gemeinsamen sozialen Projekten in den Euroregionen". Die Förderprogramme INTERREG III A für Sachsen und Phare-CBC für Tschechien und Polen sind zentrale Instrumente zur Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit. INTERREG III A wird aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung finanziert. Die Mittel dienen der Förderung einer integrierten Regionalentwicklung in benachbarten Grenzgebieten. Mit seinen Partnern Niederschlesien und Tschechien hat der Freistaat Sachsen dazu gemeinsame Programme erarbeitet. Von den ca. 34 Millionen Euro, die jährlich an EU-Mitteln und Landesmitteln zur Verfügung stehen, sind ca. 1,5 Millionen Euro dem Sozial- und Gesundheitsbereich zugewiesen. Bisher wurden Projekte in der Suchtkrankenhilfe, Suchtprävention, Gesundheitsprävention, der Gesundheitsförderung und arbeitsweltbezogenen Jugendarbeit bewilligt, außerdem der Bau einer Kindertagesstätte für deutsche und tschechische Kinder in Oberwiesenthal (Bild: Spatenstich am 05.04.02).
Das INTERREG-Programm ist für die nächsten Jahre bis 2006 festgelegt. "Soziale Projekte helfen den unmittelbar Begünstigten. Sie demonstrieren aber auch, dass das zusammenwachsende Europa nicht nur ein Wirtschaftsraum, sondern eine Wertegemeinschaft ist", erklärte die Sozialministerin.
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