06.12.2015
Schüler aus Tschechien auf Info-Tour
(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Am Donnerstag wurde in der Arbeitsagentur in Annaberg-Buchholz tschechisch gesprochen. 45 Schülerinnen und Schüler aus Mittelschulen des benachbarten Karlovy Vary waren in Begleitung von Lehrern ins Berufsinformationszentrum gekommen, um sich über duale Ausbildungsmöglichkeiten im Erzgebirge schlau zu machen und einen praxisnahen Einblick in Berufsbilder zu bekommen.
Agenturchef Siegfried Bäumler sagte bei seiner Begrüßung, dass man sich hier freuen würde, wenn der eine oder andere Jugendliche im Erzgebirgskreis eine Ausbildung beginnen würde. Man habe nicht nur gegenwärtig einen großen Fachkräftebedarf, sondern auch zukünftig.
Dann erfuhren die Acht- und Neuntklässler aus Tschechien von EURES-Berater Michael Schroeter in perfektem Tschechisch Wesentliches über die Berufsausbildung in Deutschland. An den Computern im Berufsinformationszentrum interessierten sie sich dann besonders für die tschechischen Informationsseiten zur Berufswahl (Bild), die extra für Berufseinsteiger aus dem Nachbarland freigeschaltet wurden.
Michael Schroeter, Berufsberater: "Diese Art der Berufsorientierung mit den Jugendlichen aus Tschechien machen wir einmal im Jahr. Ansonsten bin ich eher vor Ort in Karlovy Vary."
Im Anschluss schnupperte ein Teil der Schülerinnen und Schüler bei der Gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH und der andere bei der Dr. Oette Maschinenbauteile e.K. Ehrenfriedersdorf Praxisluft. Das WPA hat die Berufe Altenpfleger, Koch und Kaufmann/-frau für Büromanagement vorgestellt und die Ausbildungsinhalte näher gebracht. Personalmanager Alexander Carl bescheinigte durchweg positive Erfahrungen mit dem Nachwuchs, sodass das WPA den jungen Leuten gern eine Chance in Form eines Praktikums eröffnet.
Sehr aufmerksam und bereitwillig haben sich die jungen Tschechen an diesem Tag mit der Berufsausbildung in Deutschland beschäftigt. Wie viele von ihnen sich aber tatsächlich für eine Berufsausbildung im Nachbarland entscheiden werden, bleibt ungewiss.
Nachwuchssicherung bleibt im Erzgebirge ein großes Thema. Viele Unternehmen suchen händeringend Azubis. Einige haben schon gute Erfahrungen mit ausländischen Azubis gemacht. Die Arbeitsagentur will mit Veranstaltungen wie dieser helfen, dass möglichst viele offene Ausbildungsstellen besetzt werden können. (Bildquelle: KJ/Mario Totzauer)
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