02.10.2015
Prüfung vor Ort für Welterbetitel abgeschlossen
(DTPA/SvS) ANNABERG-BUCHHOLZ: Heimlich, still und leise. So hatte es die Unesco gefordert. Nachdem der Antrag zur Aufnahme der Montanregion Erzgebirge in die Liste der Welterbestätten formal geprüft wurde, waren Experten der ICOMOS nun im Erzgebirge und haben die 85 Bestandteile des Antrags geprüft. Ein Mammutprogramm, aber ohne großes Aufsehen. Ausnahme blieb da die letzte Besichtigung. Im Frohnauer Hammer wurde für sie ein Schauschmieden veranstaltet. Zugegen waren u.a. Landrat Frank Vogel, Mathias Lißke von der Wirtschaftsförderung und ausnahmsweise auch einmal die Presse.
Diesmal aber schlugen die Hämmer für die Zukunft. Das Erzgebirge soll UNESCO-Weltkulturerbe werden. Mitte des kommenden Jahres soll eine Entscheidung in Instanbul dazu fallen. Eine zweiköpfige Expertenkommission des zuständigen Internationalen Rats für Denkmalpflege ICOMOS hat die Prüfung der 85 Antragsbestandteile vor Ort nun abgeschlossen. Die Besichtigungstermine mussten diskret und vertraulich stattfinden, das sagen die UNESCO-Richtlinien aus. Begleitet wurden die Experten von Ansprechpartnern aus dem Innenministerium, vom Landesdenkmalamt, Wissenschaftlern und der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Die Prüfung erfolgte hinsichtlich verschiedener Aspekte der Verwaltung, der Erhaltung und der Echtheit der Objekte.
Nach ihrem Aufenthalt im Erzgebirge werden die Experten jetzt in einem vertraulichen Bericht ihre Ergebnisse zusammenfassen. Dieser Bericht bildet dann gemeinsam mit dem Ergebnis der Prüfung der Antragsunterlagen die Grundlage für das weitere, mehrstufige Verfahren. Unter Einbindung weiterer, unabhängiger Sachverständiger bereitet ICOMOS für die Sitzung des Welterbekomitees im Sommer 2016 eine Empfehlung für die Eintragung oder Nicht-Eintragung vor.
Details zur Bewertung wurden, wie erwartet, nicht bekannt.
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