26.05.2015
Schüler lernen Sprachen der Nachbarn
(DTPA/MT) DRESDEN: Immer mehr sächsische Schüler lernen Polnisch und Tschechisch im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften. Innerhalb von 13 Jahren ist die Anzahl der polnisch Lernenden um fast das Fünffache gestiegen. Während 2001/2002 nur 442 Mädchen und Jungen Interesse an der Nachbarsprache zeigten, haben sich im Schuljahr 2014/2015 2.035 Schüler mit der Kultur und Sprache auseinandergesetzt. Ein großer Anstieg ist auch bei Tschechisch zu verzeichnen. Die Anzahl ist von 1.007 im Schuljahr 2001/2002 auf 2.865 im Schuljahr 2014/2015 gestiegen und hat sich damit fast verdreifacht.
Über den Zuwachs freut sich auch Kultusministerin Brunhild Kurth: "Unsere Schüler sind Botschafter für eine offenes und friedliches Europa und erfüllen den europäischen Gedanken mit Leben." Die Ministerin machte deutlich, dass die Nachbarsprachen einen schulpolitischen Schwerpunkt in Sachsen darstellen. "Um die Qualität des Unterrichts und die Motivation der Schüler zu fördern, arbeiten wir eng mit den polnischen und tschechischen Bildungsbehörden zusammen, finanzieren den Einsatz von Fremdsprachenassistenten und ermöglichen die binationale/bilinguale deutsch-polnische Ausbildung am Augustum-Annen-Gymnasium in Görlitz sowie die deutsch-tschechische Ausbildung am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pirna", so Kurth. Seit Wintersemester 2006/07 biete zudem die Universität Leipzig in den Lehramtsstudiengängen die Fächer Polnisch und Tschechisch an.
Derzeit wird an 31 Schulen (2001/2002 waren es sechs) Polnisch und an 33 Schulen (2001/2002 waren es 18) Tschechisch unterrichtet. Neben dem regulären Fremdsprachenunterricht existieren an vier Schulen auch polnische und an 13 Schulen tschechische Arbeitsgemeinschaften. "Die wirtschaftlichen Beziehungen zu unseren osteuropäischen Nachbarn werden immer wichtiger. Die Schüler, die neben Englisch auch Polnisch und Tschechisch in der Schule lernen, haben in Zukunft einen Vorteil. Mit dem Beherrschen dieser Sprachen belegen die Schüler eine Nische, die bei der späteren Jobsuche Gold wert sein kann", so Kurth weiter.

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