22.04.2015
Stadtporträt in 180 Sekunden
(DTPA/MTL) MÜNCHEN/PLZEN: Aus Berlin nach Bogota und zurück über Tokyo und Kolkata! Das Weltweit-Projekt des Goethe-Instituts stellt 16 Städte und 64 Kurzfilme zu vier Themen aus dem Leben der großen Weltmetropolen vor: In 180 Sekunden entstehen Stadtporträts, die uns zeigen, worin sich die unterschiedlichen Städte der Welt ähneln und worin sie sich unterscheiden. Die erste Staffel der Kurzfilme wurde bereits veröffentlicht. Die Tschechische Republik wird von Plzeň, der aktuellen Kulturhauptstadt Europas, repräsentiert.
"Wir haben 16 Städte aus der ganzen Welt ausgesucht, die wir der Öffentlichkeit mithilfe von originellen Mikrogeschichten vorstellen wollen", kommentiert Verena Hütter aus der Münchner Goethe-Zentrale die heutige Veröffentlichung: "Es interessiert uns, inwiefern sich diese Städte ähnlich sind und auch wie sie sich unterscheiden. Unser Ziel ist es, spannende Kurzfilme zu erschaffen, die der ganzen Welt neue originelle Blicke auf die von uns ausgesuchten Städte sowie auf das Leben in ihnen bieten."
Als der einzige tschechische Vertreter gelangte Plzeň in die Gesellschaft solcher Städte wie Berlin, Kolkata, Montréal, Peking, Tokyo, Rio de Janeiro und anderer. Die westböhmische Metropole wurde den anderen tschechischen und mährischen Städten vorgezogen: "Wir wollten den ausländischen Zuschauern Plzeň gerade deswegen vorstellen, weil es in diesem Jahr die Kulturhauptstadt Europas ist", erklärt Tomáš Moravec aus dem Goethe-Institut Tschechien.
Die erste Staffel des Projekts wurde unter dem Motto "Raum und Zeit" gedreht. Die Geschichte aus Plzeň dokumentiert die Verwandlung von einem Teil der Skoda-Werke, die aus einer einst größten Waffenfabrik der Monarchie Österreich-Ungarn zu einem interaktiven und der Öffentlichkeit geöffneten Raum des populären Science-Zentrums und 3D-Planetariums geworden sind. Die Verwandlung wird an einem Beispiel der Geschichten von Ota Heller, einem ehemaligen Skoda-Mitarbeiter und bekannten Musiker aus Plzeň, aufgezeigt, der mit seiner Trompete nach Jahren in die Räume zurückkehrt, in denen er 44 Jahre seines aktiven Lebens verbracht hat. Er kommentiert diese Verwandlung und ist bereit zu spielen und zu erzählen, bis ihm die Luft ausgeht.
Die Staffel Raum und Zeit ist auf www.goethe.de/180sec oder www.goethe.de/cesko/180sec veröffentlicht. Im Lauf des Jahres stellt das Goethe-Institut noch drei weiteren Staffeln und somit auch drei weitere Kurzfilme aus Plzeň vor.
Der Autor des Films 180 Sekunden Plzeň ist der tschechische Regisseur und Kameramann Tomáš Kudrna, der unter anderem mit dem Dokumentarfilm Vládneme, nerušit (Nicht stören, wir regieren, 2007), dem Film Hledá se prezident (Es wird ein Präsident gesucht, 2013) oder der aktuellen Aufnahme Zatajené dopisy (Verheimlichte Briefe, 2015) auf sich aufmerksam machte.

180 Sekunden Pilsen - Ota Heller kehrt in sein Arbeitsplatz zurück (Quelle: Tomáš Kudrna/Goethe-Institut)
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