05.08.2002
Netzwerke für mehr Wettbewerbsfähigkeit
(DTPA/MT) LEIPZIG: Sächsische Unternehmen in gute Startpositionen für die bevorstehende EU-Osterweiterung zu bringen, ist nach Ansicht von Staatssekretärin Andrea Fischer vordringliche Aufgabe von Politik und Wirtschaftsorganisationen. Dazu seien Kooperationen zwischen Unternehmen, aber auch zwischen den Kammern untereinander und mit anderen Organisationen der Wirtschaft notwendig, so Frau Fischer heute (05.08.02) in einem Festvortrag anlässlich des 140. Jahrestages der Industrie- und Handelskammer Leipzig. "Grenzüber-schreitende Kontakte müssen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern gelebt werden." Darum freue sie sich, dass an der Festveranstaltung im Leipziger Hotel Inter-Continental auch Vertreter der Schwesternkammern aus dem weißrussischen Minsk und dem polnischen Krakau teilnehmen.
Neben der EU-Osterweiterung sei die Globalisierung der Wirtschaft die Herausforderung für die vorwiegend kleinen und mittleren Unternehmen in Sachsen. "Globale Unternehmen produzieren, forschen und verkaufen weltweit. Wenn die kleinen hier mithalten wollen, haben sie nur eine Chance: Sie müssen bei Forschung, Entwicklung, Fertigung und Vertrieb überbetrieblich zusammenarbeiten." Aufgabe der Kammern sei es, Ängste vor einer Kooperation mit vormaligen Konkurrenten abzubauen und sinnvolle Kooperationen anzustoßen und zu begleiten. "Die Vorteile für überbetriebliche Kooperationen und Netzwerke liegen auf der Hand. Das Know-How steigt, Doppelarbeiten werden vermieden, Risiken geteilt, Entwicklungszeiten verkürzt und Kosten gesenkt. Viele kleine und mittlere Unternehmen, die sich zusammenschließen, können erfolgreicher verhandeln als ein einzelnes." Darum habe der Freistaat auch schon eine Reihe von regionalen Netzwerken gefördert.

Copyright © 2002 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!