17.11.2014
Zukunftsfonds ruft neues Thema des Jahres aus
(DTPA/MT) PRAG: Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds ruft sein Thema für das Jahr 2015 aus. Unter dem Titel "Grenze verbindet" wird der Fonds im nächsten Jahr besonders Projekte fördern, die auf den Aufbau engerer Bindungen zwischen Deutschen und Tschechen im Grenzgebiet ausgerichtet sind. "Immer noch existieren im Grenzgebiet Orte, wo die Menschen – symbolisch gesagt – mit dem Rücken zueinander stehen. Die Tschechen warten oft auf die Lösung ihrer Probleme aus Richtung Prag, die Sachsen und Bayern aus Richtung Dresden, München oder Berlin. Und das wollen wir helfen zu verändern und die Nachbarn mehr vernetzen," führen die Geschäftsführer des Fonds, Tomáš Jelínek und Joachim Bruss zur Auswahl des Themas an.
Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist die offene deutsch-tschechische Grenze ein normaler Teil des Lebens für viele Menschen geworden. Eine Reihe verschiedener erfolgreicher Aktivitäten, Initiativen und Projekte bringen die Einwohner beider Staaten einander näher. Trotzdem finden sich immer noch manche, die das Gebiet direkt hinter der Grenze als entfernt und fremd wahrnehmen. Die Grenzregionen haben noch einen langen Weg vor sich, bevor eine starke grenzüberschreitende Bürgergesellschaft selbstverständlich sein wird – bis die Grenze nicht mehr trennen wird.
Der Zukunftsfondswill mit dem Thema des Jahres neue Akteure ansprechen und zur Verstärkung der Zusammenarbeit und häufigeren Begegnungen zwischen nah beieinander lebenden Deutschen und Tschechen beitragen. Das Ziel des Fonds ist die Verbesserung der Lebensqualität in den Grenzgebieten durch Aktivitäten der Bürgergesellschaft. Eine Chance zur Förderung werden vor allem Projekte haben, die sich auf die Lösung spezifischer Probleme auf beiden Seiten der Grenze konzentrieren und auf Aktivitäten, die die Bewohner des Grenzgebietes zur Vertiefung von Sprachkenntnissen motivieren sowie Projekte, die die Entwicklung außerschulischer Bildung und freiwilliges Engagement fördern.
Projekte zum Thema des Jahres können mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 70% der Gesamtkosten gefördert werden (anstelle der üblichen 50%).
"Vielleicht gelingt es, dass immer mehr Deutsche und Tschechen ihr Leben im Grenzgebiet als Vorteil ansehen und Menschen von der Grenze als unmittelbare und nahe Nachbarn wahrgenommen werden," schließt der tschechische Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, Tomáš Jelínek.
In diesem Jahr unterstützt der Zukunftsfonds besonders Projekte, die auf das Engagement der Bürgergesellschaft auf dem Gebiet der Drogenprävention ausgerichtet sind. Im ersten Halbjahr diesen Jahres wurden 20 Projekt bewilligt, die mit einer Gesamtsumme von über 100.000 € (etwa 2,8 Mio. Kč) gefördert wurden.

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