16.10.2014
Kooperationsprogramm in Startlöchern
(DTPA/MT) DRESDEN: Das neue Kooperationsprogramm zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik (SN-CZ 2014-2020) nimmt konkrete Formen an. Auf der Internetseite www.sn-cz2020.eu stehen ab sofort für potenzielle Projektträger Informationen zum Fördergebiet, dem Programm, zu Förderinhalten und Prinzipien der Antragstellung bereit. Auch in Zukunft wird diese Webseite die zentrale Stelle für aktuelle Informationen und Berichte zum "Kooperationsprogramm SN-CZ 2014-2020" sein.
Sachsen und die Tschechische Republik setzen damit die Erfolgsgeschichte des Vorgängerprogramms "Ziel3-Cíl3" fort. "207 Millionen Euro aus europäischen Töpfen konnten wir für gemeinsame Projekte einsetzen, die unsere Grenzregion voran- und zusammengebracht haben", so Staatsminister Frank Kupfer. "Die Beispiele sind vielfältig, vom neuen Feuerwehrfahrzeug in Hřensko, gemeinsamen Streifenbooten für die Wasserschutzpolizeien bis hin zu Naturschutz- oder Bildungsprojekten".
Auch das Folgeprogramm richtet sich an Akteure, die gemeinsam mit Partnern aus dem Nachbarland Projekte planen und umsetzen. Die Partner müssen die Projekte darüber hinaus entweder gemeinsam finanzieren oder gemeinsames Personal einsetzen. Möglich sind kleine Projekte auf Vereinsebene bis hin zu großen investiven Vorhaben. Alle Projekte müssen thematischen Programmzielen entsprechen. Die tschechische Ministerin für regionale Entwicklung, Karla Šlechtová, ergänzt: "Schwerpunkte dabei sind Bildung, Kultur, Tourismus, Verkehr, Umweltschutz, Hochwasser- und Katastrophenschutz sowie Sicherheit."
Das künftige Programmgebiet des Kooperationsprogramms erstreckt sich auf sächsischer Seite auf die Landkreise Vogtlandkreis, Zwickau, Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz sowie die Kreisfreien Städte Dresden und Chemnitz. Zur Fördergebietskulisse gehören auch die thüringischen Landkreise Greiz und Saale-Orla. Auf der tschechischen Seite machen die Bezirke Karlovarský kraj, Ústecký kraj und Liberecký kraj das Fördergebiet aus.
Das Programm hat ein Gesamtmittelvolumen von 185,8 Millionen Euro. Davon stellt die Europäische Union 157,9 Millionen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.
Das Kooperationsprogramm zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik wurde im September 2014 bei der Europäischen Kommission zur Prüfung und Bestätigung eingereicht. Die formelle Bestätigung wird im Frühjahr 2015 erwartet. Nachfolgend wird das Programm für Antragsteller offen sein. Über Termine und Terminänderungen wird ebenfalls unter http://www.sn-cz2020.eu informiert. (Bildquelle: KJ-Archiv)
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