18.07.2002
Alarmierende Quecksilberwerte bei Chemiewerk
(DTPA/DH) PRAG: Tschechische Umweltschützer haben alarmierende Mengen Quecksilber im Boden des nordböhmischen Chemiewerks Spolana in Neratovice an der Elbe festgestellt. Die Konzentration des Schwermetalls liege in einigen Bereichen bis zu 100.000 Mal höher als in normaler Erde, teilte ein Toxikologie-Experte der tschechischen Greenpeace-Sektion am Dienstag dem Tschechischen Rundfunk in Prag mit.
Das Quecksilber könne bei einer Überflutung des untersuchten Gebiets eine schwere Vergiftung der Elbe hervorrufen. Das Unternehmen Spolana äußerte sich nach Angaben des Senders zunächst nicht zu den Vorwürfen. Spolana gilt als schweres Erbe der kommunistischen Ära in der Tschechoslowakei und war bisher vor allem wegen einer Dioxin- Belastung bekannt.

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