08.07.2002
Grundsteinlegung für A 17 Abschnitt Dresden-Pirna
(DTPA/MT) DRESDEN: Eine verschweißte Stahlkassette mit allerlei Tagesaktuellem wurde heute im Lockwitztal versenkt. Diesen symbolischen Akt vollzog Sachsens Staatsminister Dr. Martin Gillo gemeinsam mit den Verkehrsministern Deutschlands und Tschechiens Kurt Bodewig und Jaromir Schling. "Der Grundstein für den nächsten Bauabschnitt der Autobahn A 17 ist damit gelegt", sagte Gillo. "Von der anderen Seite baut Tschechien mit Hochdruck an der Strecke, wir sind zuversichtlich uns Ende 2005 auf der Grenzbrücke zu treffen. Das ist EU-Osterweiterung in der Praxis."
Der Abschnitt zwischen Dresden- Südvorstadt und Pirna kostet den Bund 120 Millionen Euro, davon allein 50 Millionen für die vier Großbrücken. Generalunternehmer ist die DEGES GmbH. Die knapp 13 Kilometer lange Strecke wird voraussichtlich Ende 2004 fertiggestellt. Weil sie für den Baustellenverkehr notwendig sind, wurde mit dem Bau der vier Großbrücken über Nöthnitz- und Gebergrund sowie über das Lockwitz- und das Müglitztal bereits begonnen. Die 720 Meter lange Lockwitztalbrücke ist das wohl markanteste Bauwerk der neuen Autobahn. Hinzu kommen der Landschaftstunnel Meuschaer Höhe und der Lärmschutztunnel in Dresden- Nickern. Als ökologische Ausgleichsmaßnahmen werden z.B. im Lockwitztal neue Waldränder angelegt, das Wasser des Geberbachs aufgewertet und zahlreiche Schutzzäune für Fischotter gebaut.
Dresden-Prohlis, Heidenau und Pirna sind die künftigen Anschlussstellen. Für die Zubringerstraßen Prohlis und Heidenau investiert Sachsen 23 Millionen Euro. Der Zubringer Pirna liegt in der Zuständigkeit des Bundes. Sachsen meldete diesen bereits im Jahr 2000 für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes an. In den jetzt übermittelten Rohdaten ist dieses Projekt jedoch - wie auch die Ortsumgehung Pirna und weitere Vorhaben - nicht enthalten. "Wir werden alle Mängel auflisten und erwarten vom Bund eine schnelle Überarbeitung der Projektlisten", fordert Martin Gillo von Bundesverkehrsminister Bodewig. In bilateralen Gesprächen zwischen Bund und Land Sachsen werde danach die Dringlichkeit der Projekte abgestimmt. "Ich hoffe, dass wir in Kürze die dringend notwendige Planungssicherheit haben".

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