02.07.2002
Böhmische Komponisten auf der Wartburg
(DTPA/MT) EISENACH/ SCHWARZENBERG: Mit seiner traditionellen Reihe "Konzerte auf der Wartburg" besucht der 11. MDR MUSIKSOMMER sieben Mal die Wartburg in Eisenach, eine besondere Stätte kulturgeschichtlicher Tradition. Einen klangvollen Auftakt garantiert am Freitag, 5. Juli, 19.30 Uhr, im Festsaal des Palas, das erstmals beim MDR gastierende "Kammerorchester der Tschechischen Philharmoniker" unter der Leitung des Geigers Albrecht Breuninger, der auch als Solist zu erleben ist. Das renommierte Kammermusikensemble spielt Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Jan Zach und Jan Dismas Zelenka.
Insbesondere die Kompositionen von Zach und Zelenka spiegeln die musikalische Seele der Kammervirtuosen aus Prag wider. Jan Dismas Zelenka gilt als bedeutendster böhmischer Barock-Komponist und wirkte bis zu seinem Tode 1745 in Dresden. Von ihm erklingt eingangs die Hippocondria á 7 A-Dur ZWV 187. Sein Zeitgenosse Jan Zach, unter anderem Hofkapellmeister in Mainz, komponierte zeitlebens sechs Sinfonien für Streichorchester. Im Palas ist seine Sinfonie Nr.2 A-Dur zu hören. Die durch ihre Mozart-Interpretationen berühmt gewordene Sopranistin Monika Frimmer konzertiert am 5. Juli mit Arien des Wiener Meisters: "Ah, lo prevedi" KV 272 und "Il Ré Pastore" KV 208. Mozarts letztes Violinkonzert, A-Dur KV 219, erklingt als Abschluss mit Albrecht Breuninger.
Bereits 1978 gründeten die Mitglieder der Tschechischen Philharmonie ein Kammerorchester, das für seine typischen Merkmale tschechischer Streicherkultur berühmt wurde: Empfindsamkeit und sonorer Klang mit besonderer Tonfärbung. Unter der Leitung bekannter Dirigenten wie Josef Suk, Václav Neumann und Libor Pešek hat das Kammerorchester internationale Konzertsäle erobert. Seit ihrer erfolgreichen Japan-Tournee 1992 konzertieren die Tschechen regelmäßig alle zwei Jahre in Japan. Seit 1996 ist Pavel Prantl als künstlerischer Leiter und Konzertmeister für die weltweiten Erfolge des Orchesters verantwortlich.
Albrecht Breuninger, Jahrgang 1968, erhielt 1997 als erster Deutscher beim Brüsseler Königin-Elisabeth-Wettbewerb einen zweiten Preis.
Monika Frimmers Karriere begann 1980 als Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin. Ihr Repertoire reicht von Barock bis zur Moderne.
Das Konzert wird mitgeschnitten und am 27. Juli, 16.30 Uhr auf MDR KULTUR gesendet.

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