03.04.2014
Festival Mitte Europa veröffentlicht Programm
(DTPA/MTL) PLAUEN: Das Programm des 23. Festivals Mitte Europa ist online (http://www.festival-mitte-europa.com). Im Mittelpunkt des bevorstehenden Jahrgangs steht die menschliche Stimme. Ein Zitat Lord Yehudi Menuhins, langjähriger Gast beim Festival und freundschaftlich eng mit dem Kulturprojekt verbunden, lieferte dafür das Motto: "Gesang ist die eigentliche Muttersprache des Menschen". Chöre und Vokalensembles prägen somit verstärkt das aktuelle Programm. Das Publikum darf sich unter anderem freuen auf die britische Spitzengruppe "Voces8", die "Danubius Octet Singers" aus der Slowakei, die Ensembles "Vocalis Dresden" und "Polyharmonique" sowie den Gospelchor "Spirit of Change" und den preisgekrönten Jablonecer Jugendchor "Iuventus, gaude!". Auch solistisch wartet das Festival mit sängerischen Höhepunkten auf: in Plauen gastiert zusammen mit Concerto Köln der Sänger Valer Sabadus. Der Rumäne gilt als neuer Star am Countertenor-Himmel und wird in der Vogtland-Metropole unter anderem Händel-Arien präsentieren. Die Band "Carolin No" ist auf der Burg Loket zu erleben und Maria Thomaschke wird mit Chansons von Kreisler, Hollaender und Weill für heitere Abende in Löbau und Bad Steben sorgen.
In diesem Jahrgang präsentiert das Festival Mitte Europa wieder zwei Artists in Residence. Ganz im Sinne der Festival-Idee kommen die beiden Künstler aus Tschechien und Deutschland: der Oboist Vilém Veverka und der Bratschist Nils Mönkemeyer. Beide zählen zu den renommiertesten Musikern der aktuellen Klassik-Szene ihrer Heimatländer. Auch dem Festival-Publikum sind sie keine Unbekannten, sondern waren bereits in den Vorjahren bei umjubelten Konzerten zu erleben. Nun bietet sich die Gelegenheit, die Kunstfertigkeit der beiden Herren intensiver und in ihrem Facettenreichtum – etwa solistisch, im Duo oder im Kammerensemble – kennenzulernen. Nils Mönkemeyer erobert bei seinem Auftritt in Pirna gleichzeitig eine neue Spielstätte: die historische Möbel- und spätere Fensterfabrik Hengst gilt als bedeutender Sachzeuge der Industrialisierung in Pirna. Von hier aus gingen unter anderem komplette Inneneinrichtungen von Kirchen und öffentlichen Gebäuden nach ganz Deutschland. Die 2007 stillgelegte Manufaktur mit ihrer an den Jugendstil angelehnten Architektur und den alten Maschinen wird dabei ein besonderes Ambiente für das Festivalkonzert liefern.
Neu sind auch die drei Spielorte Krippen, der Ascher Hainberg mit einem "Euregionalen Berggottesdienst" und das vogtländische Falkenstein. In letzterem nimmt das 23. Festival Mitte Europa am 15. Juni seinen Auftakt mit dem Konzert der jungen Hornistin Kateřina Javůrková gemeinsam mit dem Prager Kammerorchester. In der dortigen Kirche "Zum Heiligen Kreuz" erklingen vor allem Werke von Deutsch-Böhmen, darunter das mitreißende Hornkonzert Johann Wenzel Stichs.
Auf über 60 Veranstaltungen darf das Publikum gespannt sein. Am 3. August findet der siebenwöchige Festivalreigen mit dem Auftritt des tschechischen Stargeigers Pavel Šporcl einen glanzvollen Abschluss. Ausstellungen, Workshops und Begegnungen sind jedoch zum Teil noch bis Januar 2015 zu erleben.

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