10.06.2002
Im Gedenken an Lidice
(DTPA/MT) LIDICE: Dr. Cornelia Ernst, die Landesvorsitzende der PDS Sachsen und Gabi Zimmer, die Vorsitzende der PDS besuchten am Vortag des 10. Juni 2002, dem 60. Jahrestag der gewaltsamen Auslöschung von Lidice den Ort und die Gedenkstätte. Dabei erklärte die Landesvorsitzende der PDS Sachsen, Dr. Cornelia Ernst: "Natürlich wurden dabei auch die umstrittenen Benesch-Dekrete thematisiert. Die PDS ist der Auffassung, dass eine Veränderung der Nachkriegsordnung nicht in Frage gestellt werden darf. Insbesondere sind die Forderungen der Sudetendeutschen nach einer Entschädigung obsolet. Auf keinen Fall darf diese historische Diskussion zur Bedingung der EU-Osterweiterung gemacht werden. Derartige Versuche, den EU-Beitrittsländern Vorbedingungen zu diktieren, sind mehr als kontraproduktiv. Viel wichtiger sind vielmehr konkrete Projekte, die eine Annäherung unterstützen. Dazu zähle ich unter anderem die verschiedensten Verkehrsprojekte zur EU-Erweiterung, etwa Brückenbauten, gemeinsame sächsische Bildungsprojekte mit Tschechien sowie attraktive Angebote für osteuropäische Studenten."
Am Rande der Veranstaltung trafen auch Gustav-Adolf "Täve" Schur, der Kandidat auf Platz vier der sächsischen Landesliste und Jan Vesley, der tschechische Radweltmeister aus Täves Ära zusammen.

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