05.02.2014
Sächsisch-Tschechische Grenzraumstudie
(DTPA/MT) DRESDEN: Am 5. Februar ist die Sächsisch-Tschechische Grenzraumstudie veröffentlicht worden. Die Studie befasst sich mit der gemeinsamen Entwicklung der Wirtschafts- und Kulturregion Sachsen-Böhmen und wurde vom Sächsischen Innenministerium in enger Abstimmung mit dem Tschechischen Ministerium für Regionalentwicklung betreut.
Innenminister Markus Ulbig: "Sachsen liegt im Herzen Europas. Daher wollen wir gemeinsame Wirtschafts- und Kulturräume auch gemeinsam mit unseren Nachbarn entwickeln. Die Grenzraumstudie zeigt, wie Planung und Verwaltung auf beiden Seiten zusammenpasst. Gemeinsame Grenze bedeutet gemeinsame Verantwortung!"
Seit über 20 Jahren kooperieren Sachsen und Tschechien in allen Bereichen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Grenzraumstudie identifiziert weitere Ziele und Handlungsfelder, wie den demografischen Wandel, Verkehrsinfrastruktur, Natur-, Umwelt- und Hochwasserschutz sowie Tourismus. Darüber hinaus beschreibt die Studie konkrete Wege, wie die Lebensqualität auf beiden Seiten der Grenze erhöht werden kann, bspw. durch mehr Schulkooperation und gemeinsame Bildungsprojekte, bessere Infrastruktur für Unternehmen, abgestimmte Vermarktungsstrategien für Gewerbegebiete oder engere Zusammenarbeit bei der medizinischen Versorgung.
Die Studie enthält als Anregung und Orientierungsrahmen zahlreiche Best-Practice-Beispiele: Netzwerk Neiße University": umfasst gemeinsame Studiengänge der Hochschule Zittau/Görlitz, der TU Liberec/Reichenberg und der TU Wroclaw/Breslau (http://www.neisse-uni.org/); "EgroNet": länderübergreifendes Nahverkehrssystem mit koordinierten Fahrplänen, Tarifen, etc. (http://www.egronet.de/); "CROSS-DATA": vom Innenministerium betreutes webbasiertes und zweisprachiges Rauminformationssystem (http://www.cross-data.eu/). /> Mit der Bearbeitung der Studie wurde auf sächsischer Seite das Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig beauftragt, auf tschechischer Seite das Institut für Raumentwicklung Brno. Im Erarbeitungsprozess wurden zahlreiche Akteure auf beiden Seiten der Grenze eingebunden. Mitgewirkt haben u. a. die sächsischen und tschechischen Ministerien, die grenznahen sächsischen Kreise und tschechischen Bezirke, die Regionalen Planungsverbände, die Euroregionen sowie viele weitere regionale Akteure.
Die Studie kann auf dem Themenportal Landesentwicklung des Innenministeriums abgerufen werden:
http://www.landesentwicklung.sachsen.de/22919.htm

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