05.02.2014
Typische Erzgebirgsküche für Genussregion
(DTPA/MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Essen ist Tradition und Identität. Um dies zu bewahren und mit Neuerungen der Küche von heute zu verbinden, wurde Anfang 2013 ein deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen. Entstanden ist eine Studie "Kulturgeschichte der Gastronomie im sächsischen und böhmischen Erzgebirge", die am 3. Februar im Berghotel Pöhlberg durch Prof. Gotthard Schicker präsentiert wurde.
Sie stellt die These auf, dass sich durch die horizontalen und vertikalen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüsse auf die Erzgebirgs-Kammregion sowie durch zahlreiche Wanderungsbewegungen im Laufe von ca. 500 Jahren eine punktuell eigenständige Ess- und Trinkkultur herausgebildet hat, die als regionaltypische Erzgebirgsküche bezeichnet werden kann. Diese ist auf sächsischer Seite stärker ausgeprägt gewesen und befindet sich derzeit in einer Кüchen-Renaissance, während im böhmischen Teil des Erzgebirges nur noch wenige Elemente der historischen Küche vorzufinden sind.
Durch die Wiederentdeckung und Wiederbelebung gemeinsamer gastro-kultureller Wurzeln im sächsisch-böhmischen Grenzraum durch das Verbindungselement "Regional typische Erzgebirgsküche" und ihrer touristischen Vermarktung könne eine grenzübergreifende Genussregion Erzgebirge nachhaltig geschaffen werden.

Bild: Bei der Präsentation am 3. Februar (Quelle: KJ/Philipp Templin)
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