28.05.2002
Dem Vorbild Olga Havels verpflichtet
(DTPA/MT) BERLIN: Mit einem festlichen Jubiläumskonzert unter der Schirmherrschaft der thüringischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, begeht der Verein der Deutschen Freunde und Förderer der Olga Havel Stiftung sein zehnjähriges Bestehen. Die Veranstaltung ist am 28. Mai (19.30 Uhr) in der Tschechischen Botschaft (Wilhelmstr. 44, Berlin - Mitte). Es sprechen unter anderem Dr. Boris Lazar, Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland, Sabine Grusa, Gründungsvorsitzende der Olga Havel Stiftung und Ehefrau des jetzigen tschechischen Botschafters in Österreich, und Karin Seemann, die Vorsitzende des Fördervereins.
Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und in besonderer Weise für die deutsch - tschechische Verständigung engagiert, wird Gedichte von Jaroslav Seifert und Jan Zahradnicek lesen. Mit Kammersänger Prof. Thomas Thomaschke, dem Intendanten des renommierten Festivals Mitte Europa im Dreieck Sachsen, Bayern und Egerland, und der Harfenistin Jana Bouskova konnten zwei international herausragende Solisten verpflichtet werden, denen zugleich die Begegnung von Deutschen und Tschechen seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen ist. Zur Aufführung gelangen Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Antonin Dvorak und Jan Ladislav Dussek. Beide Künstler verzichten zugunsten der Arbeit der Olga Havel Stiftung auf ihr Honorar.
Vereinsvorsitzende Karin Seemann: " Viele Menschen und Initiativen warten auf unsere Hilfen. Wir werden unsere Arbeit engagiert fortsetzen und benötigen dafür weiterhin großherzige Spender. Was wir machen, soll zugleich die Basis für das konstruktive Miteinander zwischen Deutschen und Tschechen erweitern."
Dr.med. Milena Cerna, die Direktorin der Olga Havel - Stiftung Prag, wird deshalb neue Projekte vorstellen, denen sich die Stiftung gemeinsam mit ihren deutschen Freunden und Förderern stellen will.
Olga Havel folgte mit ihrer 1991 errichteten Stiftung Überzeugungen, die in der Charta 77 ihren Ausdruck gefunden hatten, und der Erfahrung, dass es in keiner zivilisierten Gesellschaft der Staat allein schaffen kann, sich ausreichend um sozial benachteiligte Menschen zu kümmern. Auf ihre persönliche Anregung hin wurde im Mai 1992 der Verein der Deutschen Freunde und Förderer der Olga Havel Stiftung gegründet. Mit Hilfe der seither gesammelten Spenden konnten die Beschaffung von Dialysegeräten und Medikamenten, aufwendige Operationen, Erholungsaufenthalte asthmakranker Kinder und Ausbildungsmaßnahmen für junge Mediziner und Pflegerinnen ermöglicht werden.

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