16.05.2002
Europaratskonferenz in Dresden
(DTPA/MT) DRESDEN: "Städte und Regionen müssen sich ihrer Aufgabe im europäischen Integrationsprozess stellen", sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen Henner Wittling anlässlich der Europaratskonferenz zur "Rolle der Gemeinden und Regionen in der europäischen Zusammenarbeit" in Dresden.
Auf der Konferenz diskutieren Vertreter von Städten und Regionen aus 30 europäischen Ländern mit internationalen Finanzierungsinstitutionen über Inhalte und Förderungsmöglichkeiten gemeinsamer Projekte. Ziel ist es, die mittel- und osteuropäischen Staaten auf den EU-Beitritt vorzubereiten. Eine wichtige Rolle spiele dabei die EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg III B, sagte Staatssekretär Wittling. Deutschland beteiligt sich hier in fünf europäischen Kooperationsräumen, für die 745 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt werden. Damit können investitionsvorbereitende Maßnahmen in den Bereichen Siedlungsentwicklung, Verkehr, Telekommunikation, Naturschutz und Management des kulturellen Erbes gefördert werden.
Angesichts der bevorstehenden EU-Erweiterung lege Deutschland den Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit den östlichen Partnerstaaten im Ostsee- und im mittel-südosteuropäischen Raum. Die deutschen Gemeinden und Regionen sollten die Fördermöglichkeiten der Interreg-Programme nutzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Maßstab zu verbessern und sich somit für die EU-Erweiterung fit zu machen.
Daneben sei es wichtig, so der Staatssekretär, mit der EU-Erweiterung keine neuen Grenzen aufzubauen und Staaten, die nicht der EU beitreten werden, in die Zusammenarbeit einzubeziehen.

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