10.05.2002
PDS-Politiker: Sprachen der Nachbarländer lernen
(DTPA/MT) DRESDEN: Der PDS-Europapolitiker Heiko Kosel hat aus Anlass der laufenden Europawoche mangelnde Polnisch- und Tschechisch-Kenntnisse in der sächsischen Staatsregierung kritisiert. "Jedes Jahr wird Anfang Mai viel über Europa gesprochen. Dass dies an der Grenze zu Polen und Tschechien zumeist einsprachig, nämlich deutschsprachig geschieht, ist nur ein Beleg dafür, dass die Verwirklichung des Europagedankens noch in den Kinderschuhen steckt. Die Überwindung der Sprachgrenzen zwischen Sachsen, Polen und Tschechien ist gerade auch für Politik und Verwaltung eine besondere Aufgabe. Eine Kleine Anfrage von mir nach Umfang und Grad der Beherrschung der polnischen und tschechischen Sprache in sächsischen Ministerien ergab, dass es nur Einzelne sind, die polnisch oder tschechisch sprechen können und die das oftmals aus eigenem Antrieb gelernt haben. Über aktive mündliche und schriftliche Kenntnisse der polnischen Sprache verfügen nach Auskunft der Staatsregierung vom 26.3. in der Staatkanzlei sowie acht Ministerien insgesamt ganze 13 Mitarbeiter, über entsprechende Tschechisch-Kenntnisse 16 Mitarbeiter.
Ich fordere die Staatsregierung daher auf, mit einem Sofortprogramm zur Sprach-Ausbildung die einzelnen Ministerien fit zu machen für den grenzübergreifenden Politik- und Verwaltungs-Alltag in unseren Euroregionen."

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