02.07.2013
Mehr Sicherheit in der Grenzregion
(DTPA/MT) PETROVICE/DRESDEN: Der sächsische Landespolizeipräsident Rainer Kann und der tschechische Stellvertreter des Polizeipräsidenten für die Schutzpolizei Tomáš Tuhý unterzeichneten am gestrigen 1. Juli 2013 im gemeinsamen Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Petrovice eine Vereinbarung zur Einrichtung der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Elbe (GFG Elbe).
Im Rahmen eines Treffens am 14. Februar 2013 in Prag hatten sich Innenminister Markus Ulbig und sein tschechischer Amtskollege Jan Kubice auf die Bildung dieser gemeinsamen Einheit verständigt.
In der GFG Elbe werden jeweils fünf Polizisten der Polizeidirektion Dresden und der Bezirksdirektion der Polizei des Aussiger Bezirkes (Usti) zusammenarbeiten. Die Fahndungsgruppe verfolgt das Ziel, insbesondere die Eigentums- und Betäubungsmittelkriminalität beiderseits der sächsisch-tschechischen Grenze wirksam zu bekämpfen. Der Dienstsitz der Einheit befindet sich im gemeinsamen Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Petrovice. Die Polizisten verrichten ihren Dienst in zivil. Zu ihren Aufgaben gehören u. a. die Erkenntnisgewinnung über strafbare Handlungen, verdeckte Maßnahmen zur Festnahme von Straftätern und zur Überwachung von Orten, an denen erfahrungsgemäß Straftaten begangen werden sowie Fahndung nach Sachen, welche zur Begehung von Straftaten benutzt oder aus diesen erlangt worden sind.
Innenminister Markus Ulbig: "Wir können die grenzüberschreitende Kriminalität nur gemeinsam mit unseren Nachbarn erfolgreich bekämpfen. Mit dem Aufbau der gemeinsamen Fahndungsgruppe haben wir einen wichtigen Schritt für mehr Sicherheit in der Grenzregion getan. Durch die bessere und enge Zusammenarbeit werden Informations- und Bearbeitungswege schneller und effektiver."
Die neue Gemeinsame Fahndungsgruppe Elbe ergänzt die bestehende sächsische Sicherheitsarchitektur in der Grenzregion, u. a. bestehend aus gemeinsamen Fahndungsgruppen zwischen Bundespolizei und sächsischer Polizei, gemeinsamen uniformierten Streifen dieser beiden Sicherheitsbehörden auf den Autobahnen 17 und 4 sowie der seit 2010 an der polnischen Grenze tätigen Gemeinsamen Fahndungsgruppe Neiße (GFG Neiße) unter Beteiligung sächsischer und polnischer Polizisten. Die GFG Elbe soll nun an die mit der GFG Neiße gemachten positiven Erfahrungen anknüpfen.

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