10.06.2013
Grenzübergreifender Katastrophenschutz gestärkt
(DTPA/Chr) BREITENBRUNN: Nicht erst seit dem Hochwasser des ersten Juni-Wochenendes 2013 wissen wir, wie wichtig Einsatzkräfte vor Ort sind. Vor allem die Ortsfeuerwehren tragen wesentlich zum Katastrophenschutz bei. Noch besser ist es, wenn diese Helfer grenzübergreifend agieren.
Um die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus Breitenbrunn und den Kameraden aus dem tschechischen Bo˛íDar weiter auszubauen und den Katastrophenschutz in der Grenzregion weiter zu erhöhen, wurde am 8. Juni am Breitenbrunner Bauhof ein Katastrophenschutzlager seiner Bestimmung übergeben. In diesem Lager werden spezielle Geräte und Einsatzmaterialien vorgehalten, die für Großschadensereignisse benötigt werden und in einem normalen Feuerwehrgerätehaus nicht vorhanden sind. Bereits eine Woche vor der feierlichen Schlüsselübergabe mussten die freiwilligen Helfer aus Breitenbrunn die neue Katastrophenschutzeinrichtung in Betrieb nehmen. Das Hochwasser bedrohte Breitenbrunn und seine Ortsteile.
Gunar Escher, Gemeindewehrleiter: "Da haben wir vorzeitig das Katastrophenschutzlager besetzt und haben von dort alle Einsätze koordiniert. Wir hatten die Möglichkeit Sandsäcke zu füllen und bereit zu halten und so konnte jede Ortsfeuerwehr schnellstmöglich mit Sandsäcken und Absperrmaterialien versorgt werden, so dass dadurch ein großer Schaden im Gemeindegebiet abgewendet werden konnte."
Breitenbrunns Bürgermeister Ralf Fischer bekräftige die Notwendigkeit des 484.000 Euro teuren Projektes, das zu 85 Prozent durch die Europäische Union finanziert wurde.
"Neben der Bevölkerung haben wir in unserem Gebiet 10.000 Tourismus-Betten, an der Studienakademie studieren 800 Studenten, in den Kliniken Erlabrunn gibt es ca. 700 Beschäftigte und 400 Betten, das ist die zusätzliche Erfordernis für unsere Vorsorge.", so Fischer.
Auch Jan Horník, Bürgermeister von Bo˛í Dar zeigte sich bei der gemeinsamen Führung durch das Gebäude begeistert, denn auch seine Kameraden können Materialien aus dem Lager anfordern. Vorrätig sind hier unter anderem 2000 Sandsäcke, ein 3000 Liter Löschwassertank, Zelte und Feldbetten.
Wie ein grenzübergreifender Einsatz aussehen könnte, demonstrierte man im Anschluss mit einem fiktiven Waldbrand im Grenzbezirk. Solch ein Szenario hat es bisher zwar noch nicht gegeben aber im Falle eines Falles wäre man ab sofort bestens darauf vorbereitet. (Bildquelle: KJ/Christian Schenk)
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