17.05.2013
Arbeit des Zukunftsfonds gewürdigt
(DTPA/MTL) BERLIN: Am 14. Mai beging der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds sein 15-jähriges Jubiläum mit einer Festveranstaltung in der Parlamentarischen Gesellschaft Berlin. Rund 150 Gäste aus Politik und Bürgergesellschaft kamen zusammen, um an das in den deutsch-tschechischen Beziehungen gemeinsam Erreichte zu erinnern und zugleich Aufgaben für die Zukunft zu umreißen. Lammert hob in seinem Grußwort die Kooperation zwischen den Regierungen und den Parlamenten Tschechiens und Deutschlands positiv hervor, wie auch "die immer breiter werdende Plattform ziviler bürgerschaftlicher Aktivitäten". Gerade die vielfältige Verzahnung dieser drei Ebenen halte er "für die eigentliche Erfolgsgeschichte des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Gesprächsforums". An dieser Aufgabe müsse in den kommenden Jahren weitergearbeitet werden, erklärte Lammert.
Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds habe "einen gigantischen Anteil" daran gehabt, dass die deutsch-tschechischen Beziehungen heute als sehr gut gelten könnten, hatte auch der Außenminister der Tschechischen Republik, Karel Schwarzenberg, noch vor der Veranstaltung bei einem Pressegespräch erklärt. Regierungen könnten Verträge schließen, aber diese "müssten auch mit Leben gefüllt werden, und das wäre ohne den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds nicht gegangen, da durch ihn auch eine breite gesellschaftliche Diskussion entstanden ist", so Schwarzenberg. In seiner anschließenden Festrede mahnte der Außenminister, "gerade in Zeiten, in denen das Wort Euro häufiger im Munde geführt wird, als das Wort Europa, sollte man sich langsam eines Besseren besinnen. Und vielleicht ist uns da der Zukunftsfonds und das Gesprächsforum auch eine Inspiration für Europa."
7.500 deutsch-tschechische Partnerschaftsprojekte seien in den vergangenen 15 Jahren mit Hilfe des Zukunftsfonds auf den Weg gebracht worden, erklärte die Vorsitzende Verwaltungsrates des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, Kristina Larischová in ihrem Grußwort. Bei Projekten, die auf dem guten Willen vieler Seiten beruhten, sei "nichts selbstverständlich und nichts automatisch". Daher müsse "dauerhaft in erfolgreiche Projekte investiert werden", so Larischová.
Zu Beginn der Festveranstaltung gedachten die Anwesenden des am Sonntag verstorbenen parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Max Stadler mit einer Schweigeminute. "Max Stadler habe sich – zuletzt in seiner Funktion als Ko-Vorsitzender des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums – mit außergewöhnlichem Engagement für die deutsch-tschechische Sache eingesetzt wie kaum ein anderer," erklärte der tschechische Vorsitzende des Gesprächsforums Luděk Sefzig.

Copyright © 2013 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!