07.05.2013
Fotoimpressionen aus dem böhmischen Erzgebirge
(DTPA/MT) LOVOSICE: Am 12. Mai um 15 Uhr wird in der Mühle Oparno, einer deutsch-tschechischen Kultur- und Begegnungsstätte, eine Ausstellung von Aufnahmen aus dem böhmischen Erzgebirge eröffnet. Initiatoren der Ausstellung sind der tschechische Jugendverein Asociace TOM und der Erzgebirgsverein.
Mit ihren Fotoimpressionen geben Alexander Lohse, Thomas Koppe und Ulrich Möckel aus dem Erzgebirgsverein ungewöhnliche Einblicke in die landschaftlichen Besonderheiten des böhmischen Erzgebirges. Die Ausstellung wird weiterhin immer am Sonntag 10:30 bis 17 Uhr geöffnet sein.
Unter dem Titel "Vergass die Hamit net", waren die Fotos der drei Autoren bereits im Annaberger "Erzhammer" (Bild) zu sehen. Die Bilder bieten nicht nur sagenhafte Einblicke, sondern sie sind auch ein Appell an alle, die ihre Heimat irgendwann verlassen mussten.
Alexander Lohse, Thomas Koppe und Ulrich Möckel sind drei junge Männer, die sich dem Erzgebirge, vor allem dem böhmischen, verschrieben haben. Der Chemnitzer Thomas L. Koppe, Ulrich Möckel aus Schönheide und Alexander Lohse aus Zinnwald zeigen eindrucksvolle Fotografien aus alter und neuer Zeit. Jeder von ihnen hat seine Wurzeln oder Bindungen auf der böhmischen Seite der Gebirgslandschaft. In den Bildern erzählen sie eine Geschichte von der Schönheit der Heimat. Malerische Motive aus dem Jahr 1920 wechseln mit ebensolchen von 2012.
Gabriele Lorenz, 1. Bundesvorsitzende des Erzgebirgsvereins und Leiterin des Erzhammers erklärt: "Die drei jungen Männer, ich nenne sie die "Kammjungs", gewähren uns neue Einblicke ins Böhmische. Ihre Fotografien wecken Kindheitserinnerungen, erzählen vom kleinen Kirchlein auf dem Berg, dem quirligen Leben in Orten die es heute nicht mehr gibt und halten damit eine Kultur fest, die verschwunden ist. Doch ganz gleich, wo man sein neues Zuhause gefunden hat, die Heimat ist im Herzen geblieben. Das Anliegen der Ausstellung ist auch zu zeigen, dass das deutsche und das böhmische Grenzgebiet eine gemeinsame Kulturlandschaft ist. Das ganz große Ziel ist und bleibt, den historischen Kammweg, der zu 80 Prozent auf böhmischer Seite verläuft, wiederzubeleben."
Die Ausstellung möchte Freunde des Erzgebirges ebenso begeistern wie die Menschen, deren Stammbaum in das böhmische Erzgebirge ragt aber auch diejenigen, die diesen Landstrich ihre Heimat nennen. (Bildquelle: KJ-Archiv)
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