16.03.2013
Rauschgiftkriminalität 2012 deutlich angestiegen
(MT) DRESDEN: Die Rauschgiftkriminalität ist in Sachsen im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Insgesamt wurden 8 875 Straftaten registriert, 779 Fälle bzw. 9,6 Prozent mehr als 2011.
Die Gesamtaufklärungsquote bei den Rauschgiftdelikten betrug 95,3 Prozent. Zu 8.457 aufgeklärten Fällen wurden 7.309 Tatverdächtige ermittelt. Davon 581 nichtdeutsche Tatverdächtige. 24 Prozent stammten aus der tschechischen Republik, häufig ermittelt wurden ferner Tatverdächtige aus Polen, Tunesien und der Türkei.
2012 wurden neun Rauschgifttodesfälle registriert. 2011 starben zwölf Personen im Zusammenhang mit Rauschgiftkonsum.
Innenminister Markus Ulbig: "Die Entwicklung der Rauschgiftkriminalität stellt für die Ermittlungsbehörden eine neue Herausforderung dar. Der Absatzmarkt für synthetische Drogen ist in den vergangenen Jahren europaweit zunehmend gewachsen. Dabei spielt in Sachsen und anderen Bundesländern die Droge Crystal oder auf tschechischer Seite auch Pervitin genannt eine bedeutende Rolle. Beim Verkauf derartiger Produkte und Substanzen werden immense Gewinne erzielt. In der Szene scheint Amphetamin als vermeintlich besonders "reine" Droge angesehen zu werden. Andere Drogen wie Heroin oder Kokain verlieren zunehmend an Bedeutung."
In der regionalen Verteilung gibt es ein unterschiedliches Bild. Während in den Landkreisen Bautzen und Görlitz ein deutlicher Anstieg von über 20 Prozent zu verzeichnen war, gingen die Rauschgiftdelikte im Erzgebirgskreis und im Stadtgebiet Leipzig leicht zurück.
Im Bereich der sächsischen Außengrenze wurden 1.250 Rauschgiftdelikte registriert, 175 Straftaten bzw. 16,3 Prozent mehr als 2011.

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