03.03.2013
Ausstellung zum mittelalterlichen Bergbau
(DTPA/MT) DRESDEN: Am Montag (04.03.) wird in Dresden im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Ausstellung "ArchaeoMontan – Mittelalterlicher Bergbau in Sachsen und Böhmen" eröffnet. Anhand großformatiger Bildtafeln wird das gleichnamige Projekt vorgestellt. Seit fast einem und Jahr widmen sich bis zu 45 Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure verschiedenster Fachrichtungen der Erkundung, Erfassung und Erforschung montanarchäologischer Denkmale des Mittelalters in ausgewählten Gebieten des sächsisch-böhmischen Erzgebirges. Unter Leitung des Landesamtes für Archäologie realisieren insgesamt sieben Partnerinstitutionen eines der größten Untersuchungs- und Forschungsvorhaben in der Europäischen Montanarchäologie, das noch bis Ende 2014 läuft.
Die Besucherinnen und Besucher können die Aufgaben, Ziele und Struktur sowie erste Forschungsergebnisse des Projektes nun in einer Ausstellung betrachten. Die Tafeln sowie ein Filmbeitrag führen sie an die Forschungsstellen unter Tage und damit in die bisher verborgene Welt der mittelalterlichen Silberbergwerke.
Die Ausstellung vermittelt Eindrücke über die schwierigen Arbeitsbedingungen von Archäologinnen und Archäologen vor Ort. Zugleich erfahren die Ausstellungsgäste Wissenswertes über die anspruchsvolle Arbeit der archäologischen Restauratorinnen und Restauratoren sowie über die Auswertung der Funde für die wissenschaftliche Forschung.
Anlass zur Realisierung dieses Forschungs- und Ausstellungsvorhabens sind die aufsehenerregenden archäologischen Funde aus den Silbergruben von Dippoldiswalde. Seit 2008 werden diese vom Landesamt für Archäologie dokumentiert, geborgen und erforscht. Finanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung können diese Forschungen im Rahmen des ArchaeoMontan-Projektes nunmehr in einem größeren überregionalen Kontext durchgeführt werden.
Die Ausstellung ist vom 4. bis zum 28. März montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Wigardstraße 17, für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

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