20.02.2013
Studienantrag für Bahnneubaustrecke unterzeichnet
(DTPA/MT) PRAG: Sachsens Staatssekretär für Verkehr, Roland Werner und der Vizeminister des Tschechischen Verkehrsministeriums Lukáš Hampl, haben am 20. Februar in Prag den Antrag auf Studienmittel zur Vorplanung und zur weiteren Grundlagenermittlung für den grenzüberschreitenden Ausbau der Bahnneubaustrecke Dresden-Prag unterzeichnet. Der Antrag wird bis zum 28. Februar 2013 bei der Europäischen Kommission eingereicht.
Der Freistaat Sachsen setzt sich mit Nachdruck für den Ausbau der Bahnneubaustrecke Dresden-Prag für den Hochgeschwindigkeitsverkehr und als leistungsfähige Güterverkehrsverbindung ein. Perspektivisch soll die Bahnneubaustrecke Dresden-Prag einen wesentlichen Beitrag zu mehr Kapazität im Schienengüterverkehr in Richtung Südosteuropa leisten und eine Verkürzung der Reisezeit im Personenfernverkehr zwischen Dresden und Prag sowie eine Verbesserung der Lärmbelastung im Elbtal ermöglichen.
Staatssekretär Roland Werner betonte anlässlich der Antragsunterzeichnung die Notwendigkeit einer möglichst frühen gemeinsamen Vorplanung für bedeutende grenzüberschreitende Vorhaben. "Mit dem länderübergreifenden Antrag auf Studienmittel ist ein wichtiger Schritt für die vorbereitendenden Planungen der Bahnneubaustrecke Dresden-Prag erreicht. Beide Seiten unterstreichen damit ihr Engagement für dieses länderübergreifende Großprojekt. Mit einer Tunnel-Neubaustrecke durch das Erzgebirge kann die Fahrzeit zwischen Dresden und Prag auf eine gute Stunde halbiert und gleichzeitig das Elbtal vom Durchgangsverkehr entlastet werden", so Staatssekretär Roland Werner in Prag.
Bereits im November 2012 hatten das sächsische und das tschechische Verkehrsministerium vereinbart, Anfang 2013 im Rahmen des Jahresaufrufs 2012 der EU-Kommission einen gemeinsamen Antrag auf Studienmittel zur Vorplanung der grenzüberschreitenden Neubaustrecke Dresden-Prag zu stellen. Für einen möglichen Planungsbeginn durch die Deutsche Bahn AG ist die Aufnahme der Bahnneubaustrecke Dresden-Prag in den Bundesverkehrswegeplan 2015 Voraussetzung. Der Freistaat Sachsen wird deshalb dieses bedeutende Eisenbahninfrastrukturvorhaben zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans anmelden.

Copyright © 2013 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!