18.01.2013
Machbarkeitsstudie wird gemeinsam finanziert
(DTPA/MT) OBERWIESENTHAL: Der Stadtrat von Loučná pod Klínovcem hat am 15. Januar einstimmig die Beteiligung an einer Machbarkeitsstudie zur Umnutzung und Revitalisierung des ehemaligen Grund- und Mittelschulstandortes in Kurort Oberwiesenthal beschlossen. Das Ziel der Studie soll die Prüfung der Möglichkeiten zur Einrichtung einer bilingualen Grundschule mit leistungssportlichem Profil, einem Seniorenwohnen und Pflegestützpunkt sowie einer Sporthalle einschließlich aller notwendigen Freianlagen, Stellplätze und Nebenanlagen sein. Aufgrund des gemeinsamen Interesses an einer abgestimmten Stadtentwicklung soll Kurort Oberwiesenthal dabei als Lead-Partner fungieren und die tschechische Stadt Loučná pod Klínovcem als Projektpartner.
Die Gesamtkosten zur Erstellung der Studie sollen maximal 22.500 Euro betragen und mit Hilfe von europäischen Ziel-III-Fördermitteln finanziert werden. Die Eigenmittel werden von Kurort Oberwiesenthal in Höhe von 2.025 Euro und von Loučná pod Klínovcem in Höhe von 1.350 Euro übernommen.
Der Oberwiesenthaler Stadtrat hatte bereits in seiner Sitzung am 8. Januar einen gleichlautenden einstimmigen Beschluss aller Fraktionen gefasst. Der Bürgermeister von Kurort Oberwiesenthal, Mirko Ernst, nahm daraufhin an der Stadtratssitzung der tschechischen Nachbarstadt teil und erläuterte den Räten das umfangreiche Projektvorhaben. Er sagte hierzu: "Wir kooperieren seit Jahren hervorragend mit Loučná pod Klínovcem, stimmen gemeinsam die touristische Entwicklung ab und nutzen unsere Infrastrukturen zusammen. Es ist also konsequent, wenn wir auch bei diesem Anliegen die Kräfte bündeln und uns gemeinsam um Bildungsprojekte und die Seniorenbetreuung kümmern."
Das ein bilinguales Projekt gelingen kann, zeigt sich bereits seit Jahren am Beispiel der Kindertagesstätte "Regenbogen" in Kurort Oberwiesenthal, die sich in der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. befindet. Hier erlernen deutsche und tschechische Kinder spielerisch die jeweils andere Sprache. Die Kindertagesstätte ist regelmäßig ausgelastet und musste aufgrund des zusätzlichen Bedarfes bereits mehrfach erweitert werden.
Der Zeitplan zur Machbarkeitsstudie sieht vor, die Förderung bis zum 31.01.2013 zu beantragen und im Fall der europäischen Unterstützung die Studie im August diesen Jahres fertig zu stellen. Danach sollen die weiteren Schritte und Möglichkeiten abgestimmt werden.

Copyright © 2013 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!