05.04.2002
Bau einer deutsch-tschechischen Kindertagesstätte
(DTPA/MT) OBERWIESENTHAL: In Oberwiesenthal wurde heute der Grundstein für die erste deutsch-tschechische Kindertagesstätte gelegt. Der Sächsische Staatsminister für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie, Dr. Hans Geisler, ließ es sich nicht nehmen, selbst zum Spaten zu greifen (Bild).
Das Haus "Regenbogen" soll bereits im Dezember 2002 fertig gestellt sein. Erhebliche bauliche Mängel an der bestehenden Einrichtung "Kindertagesstätte Oberwiesenthal" hatten im Januar 2001 zu der Überlegung geführt, dass ein Ersatzneubau für 130 Kinder geplant werden müsste. Der Träger, die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Annaberg, hatte das grenzüberschreitende Projekt "Errichtung einer deutsch-tschechischen Kindertageseinrichtung in Oberwiesenthal" angeregt. Dieses Projekt konnte im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A gefördert werden.
Grundlage dieser Förderung war die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie zur Förderung von Innovationsprozessen in Kindertageseinrichtungen "Hiermit ist ein weiterer Schritt für die grenzüberschreitende Kooperation mit unserem Nachbarland Tschechien getan," sagte Staatsminister Dr. Geisler in seiner Rede. "Mit dem ‚Haus Regenbogen' wird eine Kindertagesstätte geschaffen, in der tschechische wie auch deutsche Kinder zusammen aufwachsen, miteinander lernen, spielen, Freundschaften aufbauen und lernen, einander zu verstehen und zu respektieren. Die Erzieherinnen und Erzieher aus Deutschland und Tschechien werden eine zweisprachige Betreuung der Kinder ermöglichen. Damit wird ein wesentliches Ziel, das Zusammenwachsen und die Förderung der persönlichen, sozialen und interkulturellen Kompetenz der Kinder im Umgang miteinander erreicht."
In der neuen Kindertageseinrichtung sollen Kinder der benachbarten tschechischen Gemeinden Bozi Dar und Loucna betreut werden. Insgesamt sind für das Vorhaben Kosten von nahezu 1,5 Millionen Euro veranschlagt, darunter EU-Mittel in Höhe von 997.000 Euro und mehr als 160.000 Euro als Kofinanzierungsmittel des Freistaates Sachsen. Der Landkreis Annaberg und die Stadt Kurort Oberwiesenthal beteiligen sich mit mehr als 166 Tausend Euro.
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