14.03.2002
Psychiatrie-Tagung mit Gästen aus Osteuropa
(DTPA/MT) DRESDEN: Unter erstmaliger Beteiligung von Fachleuten aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn wurde heute in Dresden eine zweitägige Psychiatrietagung zu Problemen der Integration psychisch Kranker eröffnet. Staatsminister Dr. Hans Geisler begrüßte in seiner Ansprache den Austausch über Ländergrenzen hinweg. Er halte es für wichtig, bei der öffentlichen Diskussion über die bevorstehende EU-Osterweiterung, die weitgehend von wirtschaftlichen Überlegungen bestimmt sei, auch sozialpolitische Themen anzusprechen.
Bei seinen Ausführungen zur Versorgung psychisch kranker Menschen im Freistaat Sachsen stellte der sächsische Gesundheitsminister rückblickend fest, dass in Sachsen - gemessen an der 1990 vorgefundenen Situation - eine grund-legende Reform der psychiatrischen Versorgung sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich vollzogen wurde, die von einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität psychisch kranker und behinderter Menschen begleitet sei. Nun gehe es darum, die bauliche Sanierung der Sächsischen Krankenhäuser als moderne psychiatrische Fachkrankenhäuser konsequent fortzuführen, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für psychisch Kranke zu schaffen sowie dem erhöhten Bedarf bei der psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie alter Menschen gerecht zu werden.

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