31.05.2012
Bildungsexkursion weckt neues Interesse
(DTPA/MTL) PLAUEN: Am 30. Mai starteten 36 Mitglieder und Interessenten der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen e.V. zu einer Bildungsexkursion nach Karlsbad. Schon während der Busfahrt informierten Geschäftsführer Herr Steffen Schönicke und Frau Květa Nová, die die Exkursion als Dolmetscherin begleitete, die Exkursionsteilnehmer über regionale Begebenheiten und allgemeine Besonderheiten.
Den ersten Programmpunkt bildete die Besichtigung des Flughafens Karlovy Vary. In dem sehr futuristischen Terminalgebäude des größten Regionalflughafens der EUREGIO EGRENSIS wurde die Gruppe von Herrn Radek Zabransky empfangen. Sowohl die Geschichte und bisherige Entwicklung als auch die künftigen Pläne über den Ausbau des Flughafens wurden der Gruppe in einer Filmvorführung und einer anschließenden Präsentation näher gebracht. Die Tatsache, dass der Flughafen aufgrund seiner Lage in über 600 Metern Höhe schon als Gebirgsflughafen gilt, sorgte für Erstaunen bei dem einen oder anderen Teilnehmer. Im letzten Jahr wurden dort 100.000 Passagiere abgefertigt.
Es folgte ein Besuch im Bezirksamt Karlovy Vary. Herr Petr Navrátil, der Stellvertretende Hauptmann (Hejtman) der Region Karlsbad, erläuterte eindringlich den Aufbau und die Verwaltungsstruktur des Bezirksamtes und gab Informationen zu Ansprechpartnern für eventuelle gemeinsame Projekte. Während der Mittagspause konnten sich die Teilnehmer mit den Mitarbeitern des Bezirksamtes über vergangene und zukünftige gemeinsame Projekte austauschen.
Ein weiteres Highlight der Exkursion bildete die Besichtigung des Gutshofes "Statek Bernard". Hier entstand 2006 mit Unterstützung von Europäischen Fördermitteln das Zentrum des traditionellen Handwerks mit zehn Handwerksbetrieben zum Beispiel einer Tischlerwerkstatt, einem Kerzenmacher und einer Keramikwerkstatt. Eine eindrucksvolle Ausstellung über den Fluss Eger und mehr als achtzig interessante Orte entlang des Flusslaufes, konnten auf zwei Etagen besichtigt werden.
Bevor alle die Heimreise antraten, legte der Bus an der Aussichtsplattform des Braunkohletagebaus bei Sokolov noch einen letzten Zwischenstop ein.
Bei dem sehr vielfältigen und abwechslungsreichen Programm kam jeder auf seine Kosten. "Ich denke wir haben die Region Karlsbad heute noch ein bisschen besser und von einer anderen Seite kennen gelernt. Wir gewannen Einblick in die moderne Infrastruktur und die Verwaltung unserer Nachbarregion, und es wurden auch viele Gemeinsamkeiten sichtbar. So findet beiderseits der Grenze ein Strukturwandel statt, von der Industriekultur zum Tourismus.

Copyright © 2012 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!