16.05.2012
Historische Spurensuche im Musikwinkel
(DTPA/MTL) GREIZ: Von 11. bis 13. Mai veranstaltete der Verein Dialog mit Böhmen e.V. mit Sitz in Greiz eine Studienfahrt in der Reihe "Historische Spurensuche" im Sächsisch-Böhmischen Musikwinkel. Circa 70 Personen verfolgten interessiert die Vorträge von Fachleuten aus Böhmen, Sachsen und Bayern zur Geschichte des Musikinstrumentenbaus.
Am Abend standen auch Konzertbesuche auf dem Programm. Am Samstag führten der ehemalige Bürgermeister von Luby und Friedenstaube-Preisträger Jan Kreuzinger und der Spezialist für Instrumentenbau Jiři Pátek aus Cheb durch die Stadt, die bis 1945 Schönbach hieß. Hier konnte neben einer Ausstellung zur Ortsgeschichte im Rathaus auch die Musikinstrumentenfabrik der ehemaligen "Cremona" und die sonst kaum zugängliche Kirche besichtigt werden. Das Kircheninnere und die Mariensäule wurden auch mit Hilfe von ehemaligen Schönbachern aus Bubenreuth restauriert. In der Gemeinde bei Erlangen ließ sich ein Großteil der ehemaligen Einwohner deutscher Abstammung nieder und gründeten dort ein weiteres Zentrum des Geigenbaus in Deutschland, neben Markneukirchen und Mittenwald (Oberbayern).
"Es ist erstaunlich, welche historischen Zusammenhänge hier zu Tage treten, die den meisten Bewohnern unserer sächsisch-thüringischen Region weitestgehend unbekannt waren" konstatiert Steffen Schönicke, Geschäftsführer der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen e.V.
Die gesamte Veranstaltung ist ein Teil des Projektes "Grenzüberschreitungen", das mit EU-Fördermitteln aus dem Ziel3-Programm gefördert wird.

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