01.03.2002
ORF: Behinderung von Fachkräften an der Grenze
(DTPA/DH) WIEN/CESKÈ BUDEJOVICE: Die Wirtschaftsvertreter im Nordosten Österreichs dürfen trotz dringend gebrauchter qualifizierter Arbeitskräfte nicht auf Personal aus Tschechien zurückgreifen. Der Grund: Das Parlament in Wien hat das dafür notwendige Grenzgängerabkommen bisher noch nicht beschlossen.
„Ein Formalakt mit schlimmen Folgen für die heimische Wirtschaft“, berichtet der ORF in Wien. Bewerbungen aus Tschechien stapeln sich, der Bedarf in der Grenzregion wäre groß. Seit zwei Jahren bereits drängen die Wirtschaftsvertreter aus dem Mühlviertel auf die Ratifizierung des Grenzgängerabkommens. Wilhelm Patri, Geschäftsführer der Euregio, spricht von einer „bürokratische Grenze, die da zwischen den Böhmen und den Oberösterreichern aufgezogen wird“.
Der außenpolitische Ausschuss des österreichischen Parlaments hat das Abkommen auch weiterhin nicht auf der Tagesordnung. Vielleicht, so zitiert der Sender die
Unternehmer, weil das politische Klima zwischen Wien und Prag derzeit mehr als unterkühlt ist.
Wie die Wirtschaftskammer errechnete, könnte die Region rund 1.200 solcher Grenzgänger brauchen.

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