20.02.2002
Außenminister Fischer zu Besuch in Prag
(DTPA/MT) BERLIN/PRAG: In Prag finden heute deutsch-tschechische Gespräche auf höchster Ebene statt. Bundesaußenminister Joschka Fischer ist in die tschechische Hauptstadt gereist. Neben ausführlichen Konsultationen mit seinem Amtskollegen Jan Kavan sind politische Gespräche mit Präsident Václav Havel, Ministerpräsident Miloš Zeman, Senatspräsident Dr. Petr Pithart und dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Prof. Václav Klaus vorgesehen.
Im Mittelpunkt des Besuchs werden neben den deutsch-tschechischen Beziehungen die EU-Osterweiterung und der tschechischen EU-Beitritt sowie die zukünftige Reform der Europäischen Union stehen.
Begleitet wird die Reise von neuen Diskussionen über die Frage der Sudetendeutschen. Zeman hatte kürzlich geäußert, man dürfe nicht vergessen, „dass die Sudetendeutschen die fünfte Kolonne Hitlers waren, um die Tschechoslowakei als einzige Insel der Demokratie in Mitteleuropa zu zerstören“. Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ widmet der Frage der Sudetendeutschen in seiner aktuellen Ausgabe einen Artikel. „Gefährlichen Schwelbrand“, so der Titel. Der Artikel handelt von der Diskriminierung der deutschen Minderheit in Tschechien und den Forderungen nach gleichen Rechten.

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