26.11.2011
Mitgliederversammlung der EUREGIO EGRENSIS
(DTPA/MTL) PLAUEN: Im kleinen Ratssaal des Plauener Rathauses fand heute die Mitgliederversammlung der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen e. V. statt. Der neue Präsident, Plauens OB Oberdorfer, begrüßte die Mitglieder. Es sei ihm "eine Ehre diese Aufgabe zu übernehmen" und schlug seinen Vorgänger Landrat Dr. Lenk, der seit 1995 das Amt des Präsidenten innehatte, als Ehrenpräsident vor. Durch seine langjährige engagierte Arbeit förderte und prägte Dr. Lenk die EUREGIO EGRENSIS.
Geschäftsführer Steffen Schönicke stellte die zukünftigen Pläne für die Euregio Egrensis vor. So soll die Öffentlichkeitsarbeit u.a. durch Herausgabe eines Newsletters die Überarbeitung der Internetpräsenz gestärkt werden.
Im Rechenschaftsbericht wurde von der Arbeit der vergangenen zwei Jahre berichtet. Sehr beliebt ist die Sprachanimation an den Schulen, die die Kinder anregt das Nachbarland und seine Sprache näher kennenzulernen. Als Großprojekt konnte die Straßenverbindung Adorf-Aš genannt werden, deren Realisierung nur durch den Einsatz von EU-Fördermitteln in diesem Umfang möglich war. Weiterhin konnten in den Jahren 2009 und 2010 45 Kleinprojekte auf sächsisch-thüringischer Seite mit je bis zu 22.500 € gefördert werden .
Durch die Mitarbeit in der AGEG (Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Grenzregionen) - OB Oberdorfer ist hier für die Euregio Egrensis als Präsidiumsmitglied tätig - konnte die Euregio Egrensis Kontakte mit Brüssel knüpfen, um die zukünftigen Europäischen Förderprogramme aktiv mit zu gestalten und zu verbessern.
Nach Entlastung des Vorstandes für die Haushaltjahre 2009 und 2010 berichtete Andreas Haustein, der als erster Beigeordneter des Erzgebirgskreises in Vertretung von LR Vogel anwesend war, von den Bestrebungen zur Gründung eines EVTZ (Europäischer Verbund für Territoriale Zusammenarbeit). So soll die Arbeit der drei Teile der Euregio Sachsen/Thüringen, Bayern und Tschechien zusammengefasst werde. Im Rahmen eines EVTZ wäre es für die Euregio Egrensis als eigenständige Rechtspersönlichkeit dann möglich, Förderprogramme selbst zu verwalten und somit die Beantragung von EU-Geldern für die Antragsteller wesentlich zu erleichtern. Hierbei soll zwar eine gemeinsame Geschäftsstelle installiert werden, jedoch die Bürgernähe durch schon bestehende Zweig- und Beratungsstellen erhalten bleiben.
In der Diskussion berichtete Herr Volker Bachmann, Bürgermeister der Stadt Lengenfeld von seiner erfolgreichen Städte- und Schulpartnerschaft mit dem tschechischen Habartov. Er habe in der Zusammenarbeit mit der EUREGIO EGRENSIS große Unterstützung erfahren. Auch der Bürgermeister von Klingenthal, Enrico Bräunig bedankte sich für die Hilfe bei der Beantragung von grenzüberschreitenden Projekten.

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