25.11.2011
Bahnlinie Selb-Asch wird reaktiviert
(DTPA/MT) HOF: Eine gute Nachricht für das weitere Zusammenwachsen zwischen Bayern und Böhmen: Die Bahnlinie zwischen Selb-Plößberg und dem tschechischen Asch wird gebaut und soll optimalerweise im Dezember 2013 in Betrieb genommen werden. Dies ist das Ergebnis eines letzten Arbeitstreffens des Regionalen Planungsverbandes Oberfranken-Ost mit Vertretern des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und der Deutschen Bahn AG sowie den Bürgermeistern und Landräten der an die Linie Hof – Selb angrenzenden Gebietskörperschaften. Demnach kann der regionale Eigenanteil an der Gesamtfinanzierung von 760.000 Euro erbracht werden. Mit dem Bau der Linie wird es zukünftig z.B  möglich sein, innerhalb von gut einer Stunde von Hof nach Eger zu reisen. Zusätzlich bieten sich in Cheb/Eger weitere gute Anschlüsse nach Karlsbad, Marienbad, Pilsen, Nürnberg oder Prag.
Bereits zum Anfang des Treffens machte Stefan Schell vom Bayerischen Verkehrsministerium deutlich, dass Bayern vorbehaltlos hinter dem Projekt steht: "Die Verbindungen nach Ost-Europa sind der Bayerischen Staatsregierung besonders wichtig. Sie haben neben der verkehrlichen und wirtschaftlichen auch eine große außenpolitische Bedeutung." Insgesamt kostet das Bahnprojekt, bei dem 6,9 km ehemalige Strecke (davon 1,9 km auf tschechischem Boden) reaktiviert werden müssen, rund 9,5 Millionen Euro.
Der große Teil davon kann wie erhofft durch Bundes- und EU-Mittel abgedeckt werden. Um die Beteiligung am Eigenanteil der Region von insgesamt 760.000 Euro gab es bis zuletzt Diskussionen. Nun ist auch dieser gesichert. Der Landkreis Wunsiedel beteiligt sich mit 250.000 Euro an dem Projekt, Stadt und Landkreis Hof jeweils mit 200.000 Euro. Der Rest wird durch Beiträge von Rehau (80.000 Euro) und Schönwald (30.000 Euro) abgedeckt. Nicht beteiligt am Projekt hat sich stattdessen die ebenfalls angrenzende Marktgemeinde Oberkotzau. Auch der Stadtrat in Selb, auf dessen Territorium der zu reaktivierende Teil der Strecke liegt, hat seine Zustimmung gegeben. Selb ist nun für den Bau von Parkplätzen in Selb-Plößberg und für die Deckung von 50 Prozent der Kosten bei der Erneuerung der Eisenbahnbrücke in Wildenau verantwortlich. Für beide Maßnahmen hat der Freistaat Bayern eine Förderung in Aussicht gestellt.

Copyright © 2011 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!